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Die Unternehmensinsolvenzen sanken auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren

Insolvenzen 2017 auf niedrigstem Stand seit langem

20.02.2018

Insgesamt gab es 2017 in Österreich 13.494 Firmen- und Privatinsolvenzen, wie der Gläubigerschutzverband Creditreform erhob. Im Vergleich zum Vorjahr gab es um 8,5 Prozent weniger Insolvenzen.

Die Unternehmensinsolvenzen sanken auf den niedrigsten Stand seit 2002. Insolvenzursachen sind meist Fehler im Management, starker Wettbewerb und Forderungsausfälle. Betroffen sind vor allem Klein- und Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern. Am stärksten betroffen sind das „Bauwesen“, das „Beherbergungs- und Gaststättenwesen“ und die „Verkehr- und Nachrichtenübermittlung“ (Transportwesen). Zu den größten Unternehmen, die 2017 in Konkurs gingen, gehört unter anderem auch die Haas Elektro GmbH.

Dank der starken Konjunktur gibt es positive Entwicklungen in der Industrie, im Bau und Handel. Kurioserweise stiegen die Firmeninsolvenzen im Jänner 2018 um 15,6 Prozent, dies lässt auf eine eventuelle Trendumkehr 2018 schließen.

Auch bei den Privatinsolvenzen schaut es gut aus: seit 2008 hatte es nicht mehr so wenige gegeben, die Zahl ging um 11,3 Prozent zurück. Hauptursachen sind der Verlust des Arbeitsplatzes durch die hohe Arbeitslosigkeit in Österreich, gescheiterte Selbständigkeit, ein persönlicher Schicksalsschlag oder ein sorgloser Umgang mit Geld. 12 von 10.000 Erwachsenen sind insolvent, von allen Bundesländern ist Wien am stärksten betroffen. Hauptgläubiger sind Banken, Versicherungen, Mobilfunkbetreiber und Online-Shops.

Das neue Insolvenzrecht hat für einen Antragssturm gesorgt: Im Jänner 2018 gab es mit einem Plus von rund 67 Prozent einen Rekjord an Neugründungen.

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