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111 Mio. wollen die EU-Wettbewerbshüter - trotz großzügiger Rabatte für die Mithilfe der reuigen Preis-Sünder.

Illegale Preisbindungen: Namhafte UE-Hersteller zu Millionenstrafen verdonnert

24.07.2018

Die EU-Wettbewerbshüter haben vier Elektronikhersteller zu eine Strafe von insgesamt 111 Mio. Euro wegen „Preisbeschränkungen im Online-Handel“ verdonnert. 64 Mio. davon muss Asus zahlen, den Rest teilen sich Philips (rd. 30 Mio.), Denon/Marantz (rd. 8 Mio.) und Pioneer (rd. 10 Mio.).

Sie alle hätten ihren Online-Einzelhändlern unter Verstoß gegen das EU‑Wettbewerbsrecht, Fest- oder Mindestpreise für den Wiederverkauf ihrer Produkte vorgegeben. Asus, Denon & Marantz, Philips und Pioneer nahmen vertikale Preisbeschränkungen in Form von Fest- oder Mindestpreisbindungen vor. Die vier Hersteller hätten sich besonders bei Online-Einzelhändlern eingeschalten, die ihre Produkte zu niedrigen Preisen anboten. „Wenn sich diese Einzelhändler nicht an die von den Herstellern verlangten Preise hielten, sahen sie sich mit Drohungen oder Sanktionen konfrontiert, wie etwa einem Belieferungsstopp. Viele Online-Einzelhändler, auch die größten, setzen Preisalgorithmen ein, durch die ihre Einzelhandelspreise automatisch an die Preise der Wettbewerber angepasst werden. Daher wirkten sich die Beschränkungen für die Online-Einzelhändler des Niedrigpreissegments auf die gesamten Online-Preise für die jeweiligen Elektronikprodukte aus“, schreiben die Wettbewerbshüter.

Denon & Marantz nahmen für Audio- und Videogeräte wie Kopfhörer und Lautsprecher der Marken Denon, Marantz und Boston Acoustics in Deutschland und den Niederlanden zwischen 2011 und 2015 vertikale Preisbindungen vor. Philips nahm zwischen Ende 2011 und 2013 in Frankreich für eine Reihe von Elektronikprodukten wie Küchengeräte, Kaffeemaschinen, Staubsauger, Heimkino- und -videosysteme, elektrische Zahnbürsten, Haartrockner und Haarschneider vertikale Preisbindungen vor.

Da alle vier Unternehmen mit der Kommission zusammenarbeiteten und den Sachverhalt anerkannten, wurden die Geldbußen um 40 Prozent (Asus, Denon & Marantz und Philips) bzw. 50 Prozent (Pioneer) reduziert.

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