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Illegale Preisabsprachen: EU verdonnert LCD-Hersteller zu 649 Mio. Euro Strafe

14.12.2010

Saftige Geldstrafen sprach die EU-Kommission gegen sechs asiatische LCD-Hersteller aus. Für illegale Preisabsprachen müssen die Unternehmen 649 Millionen Euro blechen. Verurteilt wurden Samsung, LG sowie die taiwanesischen Firmen AU Optronics, Chimei InnoLux Corporation, Chunghwa Pictures Tubes und HannStar Display Corporation. Samsung kam allerdings um die Geldstrafe herum, da man die Verstöße in Brüssel beichtete.

Rund 60 Mal haben sich die Hersteller in Taiwan getroffen. Zwischen Oktober 2001 und Februar 2006 sollen Preise abgesprochen und Märkte aufgeteilt worden sein, teilt die EU-Kommission mit. "Illegal", wie EU-Wettbewerbskommissar und Vizepräsident der Kommission Joaquín Almunia betont.

 

Die EU-Kommission ist der Ansicht, die Hersteller wussten genau, dass sie gegen das Wettbewerbsrecht verstießen. Die Flachbildschirme seien einzeln oder eingebaut in Computern und TV-Geräten verkauft worden. Der damit erzielte Umsatz soll bei rund sieben Milliarden Euro liegen.

 

Chimei fasste 300 Millionen Euro Strafe aus, LG 215 Millionen Euro und AU Optronics zirka 117 Millionen Euro. Chunghwa und HannStar müssen neun Millionen Euro bzw. acht Millionen Euro zahlen.

"Verständnis nur für jene, die ein Kartell anzeigen"

Unternehmen müssten sich an die Regeln halten, wenn sie in Europa Geschäfte machen wollen, sagt Almunia. Verständnis gebe es nur für jene, die ein Kartell anzeigen und die Beweisführung unterstützen - so wie Samsung. Der Hersteller muss aufgrund der Kronzeugenregelung der EU-Kommission mit keiner Strafe rechnen, hatte man doch als erstes Informationen über das Kartell vorgelegt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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