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IBM verkauft (s)ein Stückchen PC-Geschichte

09.12.2004
IBM

Mit diesem Deal endet auch ein Stückchen PC-Geschichte: IBM zieht sich aus seinem ehemaligen Stammgeschäft zurück und verkauft die PC-Sparte um 1,25 Milliarden Dollar (929 Millionen Euro) an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. Der chinesische Technologiekonzern, der bisher kaum außerhalb des Heimatmarktes in Erscheinung trat, wird damit zum drittgrößten PC-Hersteller der Welt. Nachdem Lenovo auch Schulden von IBM übernimmt hat die Vereinbarung einen finanziellen Umfang von 1,75 Milliarden Dollar. Dafür darf Lenovo auch fünf Jahre lang den Markennamen IBM nutzen und erhält auch die Rechte an der "Think"-Marke, die etwa die Notebooks (ThinkPad) schmückt.
Nach Marktanteilen steht IBM im PC-Geschäft mit weltweit 5,6 Prozent bisher an dritter Stelle hinter Marktführer Dell (17 Prozent) und Hewlett-Packard (15 Prozent). Mit zwei Prozent Marktanteil war Lenovo bisher die Nummer acht. Für die Beschäftigten soll die Übernahme ohne größere Auswirkungen bleiben. In der PC-Sparte beschäftigt IBM weltweit rund 10.000 Mitarbeiter - rund 4.000 davon bereits in China, wo die meisten IBM-PCs gebaut werden.
IBM hatte 1981 die ersten PC für Unternehmen und Privatkunden auf den Markt gebracht. Zuletzt spezialisierte sich der US-Konzern aber auf große Firmenserver und Unternehmenslösungen. Die Ausgliederung passt in die Strategie des seit 2002 amtierenden IBM-Chefs Samuel Palmisano, der die Computergruppe auf die rentabelsten Geschäftsbereiche konzentrieren will.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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