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Hohe Verluste, kein Eigenkapital & schwierige Zeiten: Quo vadis Elektrotechniker?

24.07.2013

Schwache Nachfrage, schlechte Auslastung, anhaltend scharfer Preiskampf, geringe Ertragskraft, zunehmende Finanzierungsprobleme: Ja, es sind schwierige Zeiten, vor allem für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Branche.

Aktuelle Daten der KMU Forschung Austria zeigen einen Rückgang der Aufträge um 2,8 Prozent. Das betriebswirtschaftliche Ergebnis liegt im Durchschnitt bei lediglich 3,8 Prozent der Betriebsleistung. 34 Prozent der Betriebe arbeiten mit Verlust und 25 Prozent haben kein Eigenkapital. Wichtigster Geldgeber sind die Banken, die 25 Prozent des Betriebsvermögens finanzieren – eine Quote, die angesichts der sich abzeichnenden Entwicklung im Kreditwesen nicht ganz unbedenklich ist.

 

Diese Problemlandschaft trifft zwar auf viele, aber nicht alle Elektrotechniker zu. Etwa 20 Prozent der Betriebe haben weder Auslastungs-, noch Ertrags- oder Finanzierungsprobleme. Mit Umsatzrenditen von mehr als 5 Prozent und Eigenkapitalquoten von über 30 Prozent sind sie erfolgreicher, weil sie entweder über Kostenvorteile oder Attraktivitätsvorsprünge gegenüber Mitbewerbern verfügen. Beide Erfolgsfaktoren haben oft eine gemeinsame Grundlage, die Innovationsintensität.

 

Für Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Kleine Betriebe haben natürlich nicht die Ressourcen für eigene F+E-Aktivitäten, aber sie können kooperieren: z. B. mit Universitäten, Fachhochschulen oder den anwendungs- und praxisorientierten Forschungsinstituten aus dem Netzwerk der Austrian Cooperative Research (ACR), meint Bornett.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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