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Herr Mihajlov, haben Sie Herbert Haas bewusst Informationen verschwiegen?

12.09.2005

Was das Elektrojournal seit Jänner 2005 unter Verschluss hielt, wird jetzt erstmals veröffentlicht!

Branko Mihajlov und Herbert Haas auf der gemeinsamen Pressekonferenz im Jänner dieses Jahres: keinerlei Bedenken wegen einer zu rasanten Expansion

Wenn Carl-Ludwig Schönfeldt, Vorstand des ProMarkt-müden Finanzpartners Konos, am 1. August über das WirtschaftsBlatt verkündet, „dass wir die MakroMarkt-Expansion nicht mittragen wollen“ und die Kette „zu rasch und forsch gewachsen“ sei, während ProMarkt-GF Branko Mihajlov am selben Tag (!) über Elektrojournal Online genau diesen Finanzpartner beschuldigt, ihn „mit Nachdruck in die Expansion getrieben“ zu haben, so ist das nur eine Ungereimtheit im großen ProMarkt-Puzzle der Merkwürdigkeiten.
Weitaus schwieriger nachzuvollziehen ist nämlich, dass Herbert Haas, die personifizierte Umsicht in Geschäftsangelegenheiten, am Tag der Pressekonferenz zur Übernahme seines Unternehmens durch die ProMarkt GmbH (also am 26. Jänner) die Bedenken des Elektrojournal-Redakteurs wegen der rasanten MakroMarkt-Expansion ebenso wenig teilen wollte wie Mihajlov selber – der damals meinte (nachzulesen in Elektrojournal 1-2/2005, Seite 11): „Warum auch? Die Standorte mieten wir an, investieren also keine horrenden Beträge. Beide Unternehmen stehen solide da und verdienen gutes Geld! Und wir expandieren ja auch nicht um jeden Preis. Ebenso gut könnten wir hochdrehen und jeden Monat eine neue Filiale aufsperren. Aber daran denkt ja niemand. Wir wollen gesund wachsen...“
Am Nachmittag des 26. Jänner führte das Elektrojournal mit einem Brancheninsider, der nicht verstand, „was mit dem Herbert Haas los ist, dass der sich auf so etwas einlässt“, ein ausführliches Telefonat: Daraus nur einige Zitate, die wir jetzt erstmals in ihrer (fast) ganzen Deutlichkeit veröffentlichen:
„Dem Branko Mihajlov wird das alles noch furchtbare Kopfschmerzen bereiten. Das kann mir doch keiner erzählen, dass heute jemand Geldgeber findet, die statt in eine Pharmazie-Branche solche Summen lieber in ... investieren. Die müssen ja ordentlich...“
(Ersparen wir uns die authentischen Bezeichnungen, Anm. d. Red.)
Geradezu prophetisch war die abschließende Bemerkung unseres Interviewpartners: „Schau’n wir uns die Geschichte in einem halben Jahr an, dann reden wir weiter!“
Kurz danach wählten wir die Mobilnummer von Mihajlov und konfrontierten ihn mit diesem Kommentar, an den er sich mit Sicherheit noch erinnern wird. Sein Statement war kurz und bündig: „Zu derartig böswilligen Behauptungen gebe ich keine Stellungnahme ab.“

Jetzt haben wir Branko Mihajlov noch ganz andere Fragen gestellt...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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