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Heimischer Möbelhandel mit bestem Ergebnis seit Jahren – die Koops konnten punkten

19.06.2008

Besonders gut haben sich die kooperierten Händler geschlagen: plus 13,8 Prozent beim Umsatz bei einem geringen Flächen-Wachstum von 2,5 Prozent.

Die Kooperationen des Möbelhandels haben 2007 ein tolles Ergebnis erzielt. Allerdings ist das hohe Umsatzplus auch auf neue Mitglieder zurückzuführen. Der Anteil der Händler, die nicht filialisiert oder in Kooperationen bzw. Franchise-Systemen organisiert sind, sinkt weiter. Von den 4,027 Mrd. Euro Gesamtumsatz des abgelaufenen Jahres stammen 18,2 Prozent (Vorjahr: 16,5 Prozent) von kooperierten Händlern sowie 76,3 Prozent (75,9 Prozent in 2006) von filialisierten Anbietern.

Die Umsatzzuwächse im Möbelhandel werden kaum mehr mit dem klassischen Möbelsortiment erzielt, sondern sind vor allem den Zusatzsortimenten zu verdanken. Weißware liegt bei einem Umsatzanteil von 15,3 Prozent oder 219 Mio. Euro, Elektro-Kleingeräte tragen 6,9 Prozent oder 98 Mio. Euro bei. Weitere 21,4 Prozent kommen von der Raumausstattung, zu der etwa auch Beleuchtungskörper zu zählen sind.
"Es gibt immer mehr Überschneidungen zwischen den einzelnen Branchen, die Grenzen verwischen zusehends zwischen Baumarkt-, Möbel-, Blumen- und Elektrohandel", heißt es seitens RegioPlan.

Edel-Ketten nehmen Österreich ins Visier

Die Expansionsabsichten der Großflächen in Österreich gehen von Jahr zu Jahr zurück. Die Kika/Leiner-Gruppe konzentriert sich vor allem auf die CEE-Märkte. Auch Lutz wird, neben Deutschland, in Osteuropa expandieren - in erster Linie mit Möbelix, um die Marktführerschaft im Diskontbereich zu erreichen. Ikea wird als einziger der großen drei noch einen Standort in Österreich, in Klagenfurt, eröffnen und plant mittelfristig auch Möbelhäuser in Ljubljana und Zagreb.
Einige neue Edel-Ketten wollen jedoch in Österreich Fuß fassen: So hat das belgische Unternehmen Flamant im März auf 500 m² in Wien sein erstes Einrichtungshaus eröffnet. Domicil hat ebenfalls einen ersten Standort in Wien, weitere in Salzburg und Graz sollen folgen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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