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Hausgeräte im Plus, UE stürzt weiter ab: So starteten die Elektrogeräte ins Jahr

17.05.2013

Mit 1,1 Milliarden Euro Umsatz im Q1 startete der Markt für technische Konsumgüter in Österreich stark ins Jahr. Konkret liegt die Zahl um 5,3 Prozent über den vergleichbaren Vorjahreszahlen. Dieses Ergebnis liefert der aktuelle GfK Temax. Die Unterhaltunsgelektronik stürzt weiter ab. Die Elektroklein- und Elektrogroßgeräte konnten zulegen. Die Gefriergeräte haben ihre frostige Talfahrt beendet. Digitalkameras mit Wechselobjektiven legen zu, Smartphones sowieso.

Im ersten Quartal 2013 hielt sich der heimische Markt für Unterhaltungselektronik weiterhin im roten Bereich auf, wie der GfK Temax zeigt. Insgesamt ergab sich ein Umsatzrückgang im Vergleich zum  Q1 des Vorjahres von sieben Prozent. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle Produktgruppen von dem negativen Trend betroffen. Die Gruppe der Flachbildfernseher verlor über sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. Rückgänge gab es sowohl bei den verkauften Mengen, als auch beim Umsatz. Auch die Durchschnittspreise sanken – trotz des Trends zu größeren Diagonalen – in dieser Produktgruppe.

Als eines der wenigen UE-Highlights präsentierten sich die Audio Home Systeme, die ein Umsatzplus von  sechs Prozent vorweisen konnten. Hier sind es vor allem die Mini Systeme und die Heimkino Systeme, die Wachstumsimpulse geben konnten. Umgesetzt wurde mit der UE insgesamt im Q1 nicht ganz 200 Millionen Euro.

 
Weiße Ware im Plus

Das WW-Bild, das auf den Frühjahrs-Ordertagen vermittelt wurde, bestätigt der GfK-Temax. Im Q1 bescherte der Weißen Ware ein moderates Umsatzplus von zwei Prozent, und auch die Stückzahlen lagen knapp über dem Vorjahr. Das größte Wachstum kam diesmal von kleineren Warengruppen: Wäschetrockner, Dunstabzugshauben, Mikrowellen und Gefriergeräte steigerten den Umsatz um mindestens vier Prozent. Die Gefriergeräte konnten somit eine dreijährige Talfahrt beenden.

Die drei umsatzstärksten Warengruppen der Weißen Ware konnten dagegen kaum zum positiven Trend beitragen: Bei Waschmaschinen, Kühlschränken und Geschirrspülern stagnierte der Umsatz. Ein Anstieg von hochwertigen, energieeffizienten Produkten führte in diesem Bereich zumindest zu stabilen und zum Teil sogar steigenden Durchschnittspreisen. Umgesetzt wurden 196 Millionen Euro.

 
Starke Kleingeräte

Nach einem starken Jahresabschluss setzte sich der positive Trend der Elektrokleingeräte mit einem wertmäßigen Anstieg von 4,3 Prozent auch im ersten Quartal 2013 fort. Auschlaggebend zeigte sich in erster Linie das zweistellige Wachstum der umsatzstarken Staubsauger, unter welchen die Saugroboter weiter an Bedeutung gewinnen konnten. Sogar noch positiver entwickelten sich die Mundhygienegeräte. Gleichzeitig war auch das anhaltende Wachstum von Haartrocknern und praktischen Küchenhelfern (Hand-, Stab- und Standmixer sowie Küchenmaschinen) kaum zu bremsen. Die Kaffeemaschinen mussten jedoch einen Umsatzrückgang hinnehmen. Während Filterkaffeemaschinen über dem vorjährigen Vergleichsniveau lagen, entwickelten sich die Espressomaschinen leicht negativ.

 
Kameras: Systemkameras & DSLR stark, Kompakte fallen weiter

Mit einem Umsatzzuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres legten die Digitalkameras einen fulminanten Start in das Jahr 2013 hin. Diese Performance ist hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückzuführen: einerseits hatte die Flut in Thailand dem Kameramarkt zu Jahresanfang des Vorjahres deutlich zugesetzt, andererseits kann ein ungebrochener Trend zu SLR- und Systemkameras festgestellt werden. Bei den SLR-Kameras zeigt sich neben den gut gehenden Prosumer-Modellen eine starke Ausweitung des Segments der preiswerten Einstiegskameras. Dies sorgte auch im Q1 dieses Jahres für deutliche Mengensteigerungen bei gleichzeitig fallenden Durchschnittspreisen im SLR Segment. An Bedeutung gewinnen auch weiterhin die kompakten Systemkameras, welche nach wie vor hohe Wachstumsraten in Stückzahlen und Wert aufweisen.

 

Einen deutlich negativen Trend zeigen die Kompaktkameras auch im 1. Quartal 2013. Die Rückgänge bewegen sich hier im zweistelligen Bereich und fügen sich damit in das Bild der vorangegangenen Monate nahtlos ein.

Der Fotomarkt wurde zudem von den Wechselobjektiven geprägt: Diese zeigten ein Umsatzplus von 27 Prozent und sorgten somit für zusätzlichen Auftrieb.

 

Telekommunikation & preisaggressive Tablets

Der Umsatz für Telekommunikation auf Basis nicht subventionierter Preise konnte im ersten Quartal 2013 dank der anhaltend großen Nachfrage nach Smartphones um 13,6 Prozent wachsen. Die Umstiegsfreudigkeit vom einfachen Mobiltelefon hin zum mobilen Alleskönner ist ungebrochen hoch: im ersten Quartal 2013 waren bereits 70 Prozent aller verkauften Handys Smartphones, was einem Plus von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zur Referenzperiode 2012 entspricht.

 

Auch die Informationstechnologie legte einen guten Start hin. Im Vergleich zu Q1 2012 konnte der Umsatz zweistellig zulegen. Dies führte zu einem Wachstum von 11,4 Prozent und einen Gesamtumsatz von rund 269 Millionen Euro. Der maßgebliche Anteil des Wachstums war wieder auf MediaTablets zurückzuführen. Aggressive Preisstrategien machten die Produkte für eine breitere Masse zugänglich und steigerten somit den Absatz merklich.

 

Die Konjunkturerwartung wird zwar nach wie vor von Unsicherheiten geprägt, jedoch stieg die Konsumbereitschaft und Einkommenserwartung der österreichischen Bevölkerung zuletzt wieder an, was auch positive Effekte für technische Gebrauchsgüter mit sich bringen kann.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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