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Nach 20 Jahren sind wir bei Wi-Fi 6 angelangt. Erst kürzlich präsentierte AVM auf der IFA die entsprechenden Router.

Happy Birthday WLAN! Als die Daten fliegen lernten

30.09.2019

Egal ob Handy, Tablet oder Laptop – im Alltag funktioniert es hauptsächlich drahtlos. Den Grundstein dafür legte vor 20 Jahren - genau am 30. September 1999 - die Wireless Ethernet Compatibility Alliance (WECA), ein Zusammenschluss zahlreicher Technologieunternehmen, mit dem WLAN-Standard „802.11b“.

Dieser Moment gilt bis heute als der Start des weltweiten Siegeszugs drahtloser Netzwerke. In den folgenden 20 Jahren hat sich der Standard weiterentwickelt – so ist die nutzbare Datenrate um den Faktor 100 gestiegen. Was zunächst als Technologie für zu Hause und fürs Büro entwickelt wurde, findet sich mittlerweile in Cafés, Fußballstadien und Fabrikhallen.

Anlässlich des runden Jubiläums hat Cisco wichtige Meilensteine und Fakten zur Entwicklung der WLAN-Technologie und ihren Auswirkungen zusammengestellt:

1971: Mit dem ALOHA Netzwerk der Universität Hawaii entsteht eine Frühform des WLAN, das den Grundstein für die Weiterentwicklung der drahtlosen Kommunikation legt und später auch für die Entstehung von WLAN-Netzwerken.

1997: Die erste Version des 802.11-Standards wird eingeführt und ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 2 Mbit/s.

1999: Ein halbes Dutzend Technologieunternehmen, darunter Aironet, das später von Cisco übernommen wurde, bilden die Wireless Ethernet Compatibility Alliance (WECA). Im Jahr 2002 änderte die WECA ihren Namen in Wi-Fi Alliance. „Wi-Fi“ lehnt sich an den Begriff „Hi-Fi“ aus der Unterhaltungselektronik an und ist im englischsprachigen Raum synonym mit WLAN.

1999: Der erste „Wi-Fi"-Standard wird etabliert: Mit der Ankündigung des 802.11b-Standards wird erstmals der Name „Wi-Fi" eingeführt. Der neue Standard 802.11b ist schneller und benutzerfreundlicher als 802.11 und wird von vielen als der wahre Beginn der WLAN-Revolution angesehen.

1999/2000: Die ersten kommerziellen 802.11b-Geräte, einschließlich gängiger Laptops mit „Wi-Fi“ als integrierter Komponente kommen auf den Markt. Ab diesem Zeitpunkt wird der Computer zum dauerhaften Begleiter. WLAN gewinnt zunehmend auch an kommerzieller Bedeutung.

2004: WLAN bekommt Flügel: In diesem Jahr findet der erste kommerzielle Flug mit Wi-Fi-Zugang für Passagiere statt.

2005: Wi-Fi wird allgemeines Sprachgut: Das Wort „Wi-Fi" wird sogar in das führende amerikanische Wörterbuch aufgenommen, das Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary.

2009: Der neue 802.11n-Standard (Wi-Fi 4) wird eingeführt. Damit steigt die Datenrate beinahe um das Neunfache von 54 auf 450 Mbit/s. Grundlage dafür ist die MIMO-Technologie (Multiple Input Multiple Output)-Technologie, die mehrere Antennen gleichzeitig nutzt.

2011: Hotspots werden zum Trend: Die Anzahl der WLAN-Hotspots übersteigt weltweit eine Million.

2012: Das Wi-Fi erobert auch den privaten Bereich: Ein Viertel aller Haushalte weltweit hat WLANs.

2013: Mit der Einführung des 802.11ac-Standards (Wi-Fi 5) steigt nochmals die Geschwindigkeit. Der neue Standard erreicht mehr als 1 Gbit/s.

2015: Wi-Fi ist bereits ein fixer Bestandteil des Lebensalltags: Eine IDC-Studie zeigt auf, dass das WLAN bereits das Zweitwichtigste ist, auf das Menschen nicht verzichten möchten. 18 % der damals Befragten reihten es sogar auf den ersten Platz. Nur Essen wurde mit 30 % weiter oben platziert. Dagegen erreichten Sex (10 %), Fernsehen (8 %) und Alkohol (4 %) nur Plätze hinter Wi-Fi.

2018: Wi-Fi ist mittlerweile ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor,  der weltweite Wirtschaftswert der Wi-Fi-Technologie erreicht 2 Billionen US-Dollar.

2018: Ebenfalls 2018 wird die Zahl von 13 Mrd. Wi-Fi-Geräten erreicht. Das sind beinahe zwei Wi-Fi-Geräte pro Person auf dem Planeten.

2019: Wi-Fi 6 wird als neuer Standard eingeführt und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 5 Gbit/s. Die Technologie basiert auf der gleichen Grundlage wie die 5G-Netzwerke, wobei beide Technologien als komplementär betrachtet werden. Wi-Fi 6 schont allerding zusätzlich die Akkus der angeschlossenen Geräte und ist insgesamt nutzerfreundlicher. Cisco hat hierzu ein eigenes OpenRoaming-Projekt etabliert, mit dem das nahtlose und sichere Wechseln zwischen Wi-Fi- und LTE-Netzwerken sowie dem öffentlichen Wi-Fi vereinfacht werden soll.

2021: Nach Schätzungen von Cisco wird die Anzahl der globalen Hotspots in diesem Jahr 500 Mio. überschreiten und damit 500-mal höher sein als vor zehn Jahren.

2022: Für 2022 wird ein weiterer Anstieg der durchschnittlichen Geschwindigkeit erwartet. Derzeit geht man davon aus, dass die durchschnittliche globale Wi-Fi-Verbindungsgeschwindigkeit in diesem Jahr 54,2 Mbit/s betragen wird. Zum Vergleich: 2017 waren es noch 24,4 Mbit/s.

2022: Wi-Fi wird der Treiber des zukünftigen Internets und zu diesem Zeitpunkt die dominierende Quelle für den Internetzugang sein. Die VNI-Studie von Cisco prognostiziert, dass bis zu 59 % des Internetverkehrs durch drahtlose Netzwerke fließen werden.

„Wi-Fi zählt immer noch den am schnellsten wachsenden Netzwerktechnologien. Der drahtlose Einsatz erleichtert den Internet-Zugang an zahllosen Orten und ermöglicht ein neues Maß an Mobilität, Komfort und Produktivität – oftmals auch an Orten, wo es zuvor unpraktisch war. Kurz gesagt: Die Wi-Fi-Netzwerke haben unser Leben und unsere Arbeit verändert. Unabhängig davon, ob Sie mit Wi-Fi einfach in ein soziales Netzwerk einsteigen, Videos ansehen, spielen, arbeiten oder, wie viele unserer Kunden und Partner, Ihr Unternehmen digitalisieren wollen: Wi-Fi 6 eröffnet parallel zu 5G eine ganze Welt neuer Möglichkeiten“, sagt Hans Greiner, General Manager für Cisco Österreich, Kroatien und Slowenien.

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