Direkt zum Inhalt
Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes: „Auch wenn die Steuerreform nur zum Teil im Handel ankommt, hat sich das Konsumklima in Österreich merklich verbessert. Die historisch niedrigste Sparquote der österreichischen Haushalte und eine erhöhte Konsumbereitschaft lassen den Handel eine positive Bilanz ziehen.“

Handelsverband: Einzelhandel positiv gestimmt für 2017

26.01.2017

Laut Handelsverband Konjunkturbarometer brachte das Weihnachtsgeschäft ein 3-prozentiges Umsatzplus, das Geschäftsjahr 2016 insgesamt +2,0%. 2017 erwarten Unternehmen +2,2%.

Der im Auftrag des Handelsverbandes erhobene Konjunkturbarometer im Einzelhandel zeigt für das Jahr 2016 einen spürbaren Aufwärtstrend: Im Gesamtjahr 2016 bilanzieren die befragten Einzelhändler mit einem Umsatzwachstum von knapp 2,0 Prozent und durchbrechen damit erstmals die 70 Mrd. Euro Grenze.

Dazu Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes: „Auch wenn die Steuerreform nur zum Teil im Handel ankommt, hat sich das Konsumklima in Österreich merklich verbessert. Die historisch niedrigste Sparquote der österreichischen Haushalte und eine erhöhte Konsumbereitschaft lassen den Handel eine positive Bilanz ziehen.“

Noch erfreulicher als das Gesamtjahr 2016 ist das vergangene Weihnachtsgeschäft verlaufen, so Will. Das deutliche Umsatzwachstum unterstreicht auch die Bedeutung dieses fünften Quartals für den heimischen Handel.

Trotz zunehmendem Kaufkraftabfluss durch internationale Player, deren Anteil am österreichischen E-Commerce überproportional wächst, konnte der heimische Handel bei den Konsumenten zu Weihnachten voll punkten. Dies war nicht zuletzt auch der günstigen Wetterlage zu verdanken: Kalte Winter sind traditionell ein Umsatzbooster für den Handel.

Die im Zuge des Konjunkturbarometers erhobenen Daten zeigen ein Wachstum des Weihnachtsumsatzes von 3,0 %. Damit steigt die Hoffnung auf ein positives endgültiges Ergebnis, dass die Statistik Austria im Februar bekanntgeben wird.

Die positive Umsatzentwicklung soll sich auch im Jahr 2017 fortsetzen. Will: „Die konjunkturelle Aufhellung bildet sich laut Konjunkturbarometer auch in der Erwartungshaltung der österreichischen Einzelhändler für 2017 ab. Branchenübergreifend geht man derzeit von einem Umsatzplus von 2,2 % aus.“

Fast jedes zweite Unternehmen rechnet 2017 mit einem Umsatzwachstum, 27 % der Unternehmen können diesen positiven Ausblick nicht teilen und erwarten einen Rückgang ihres Geschäfts.

Auffallend ist, dass die Branche Bekleidung, Schuhe & Lederwaren deutlich pessimistischer in das Jahr startet. Die Prognose für 2017 liegt bei +0,8 %, alle anderen Branchen zusammen erwarten ein Umsatzplus von 3,2 %.

Der Handelsverband Konjunkturbarometer wurde von MindTake Research durchgeführt. Befragt wurden Einzelhändler aller Branchen und Größenklassen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung

Weiterführende Themen

Technologie treibt Handel: Die Konferenz des Handelsverbandes setzte Zukunftsthemen ins rechte Licht.
Branche
09.11.2017

Mehr als 150 Branchenvertreter diskutierten bei der Konferenz TTH 2017 über innovative Technologien mit Fokus auf den Handel.

Organisierte Bettelei, Cybercrime und der Schutz kritischer Infrastruktur sind Probleme, die nur durch Zusammenarbeit an der Wurzel bekämpft werden können.
Branche
02.10.2017

Die Zusammenarbeit zwischen dem Handelsverband und der Polizei wird im Rahmen der Initiative Gemeinsam.Sicher beim Einkaufen intensiviert.

Der Handelsverband unterstützt die Forderung nach „smarten Regulierungen“ von Initial Coin Offerings (ICOs) – über solche Kryptowährungen werden Unternehmensfinanzierung aufgestellt.
Branche
29.09.2017

Neue Initiativen für ein Blockchain-fittes Österreich liegen im Trend – auch der Handelsverband bringt sich hier ein.

Laut Handelsverband Consumer Check können sich 40 Prozent der Befragten vorstellen, mit Kryptowährungen zu bezahlen.
Branche
30.08.2017

Handelsverband Consumer Check: Sechs Prozent nutzen bereits Bitcoin & Co.

Eine Studie der KMU Forschung Austria zu den Auswirkungen von Ringsperren unterstreich die langjährige Forderung des Handelsverbands nach geeigneten Demozonen, ohne Grundrechte zu beschneiden.
Branche
31.07.2017

Demonstrationen im Herzen Wiens verringern den Jahresumsatz im stationären Einzelhandel um 2,6 Prozent, so der Handelsverband.

Werbung