Direkt zum Inhalt

Handelsverband Consumer Check: Zwei von drei Kunden kaufen lieber stationär

11.09.2018

Reales Shoppingerlebnis schlägt Online-Shopping. Zwei Drittel der befragten Österreicher kaufen lieber stationär. Allerdings muss die Performance im Geschäft stimmen.

Die Top 5 Einkaufsorte von Herr und Frau Österreicher
  • Shopping-Center (36%)
  • Online-Shops (32%)
  • Einkaufsstraßen (15%)
  • Geschäfte, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen (10%)
  • Märkte (4%)

Kostet ein Produkt online und im stationären Geschäft gleich viel, bevorzugen zwei von drei Konsumenten das reale Einkaufserlebnis. Nur 34 Prozent der Befragten würden bei gleichen Preisen online shoppen. Bei den unter-29-jährigen Österreichern erhöht sich dieser Anteil auf 48 Prozent.

Als besonders störend empfinden es die Online-Shopper, wenn beim Einkauf auf internationalen Shopping-Plattformen keine Zustellung nach Österreich angeboten wird (31%). Auch Fake-Bewertungen anderer Kunden (13%) sowie irreführende Produktfotos und -beschreibungen (12%) kommen beim Konsumenten gar nicht gut an.

Um Kunden auf der Fläche zu begeistern, muss der stationäre Händler neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis (92,7%) vor allem mit einfachen Umtauschmöglichkeiten und einer sofortigen Verfügbarkeit der Produkte (je 90,9%) überzeugen. Auch das Personal (89,7%) und die Lage (88,7%) sind nach wie vor entscheidende Erfolgsfaktoren.

"Der stationäre Handel bleibt auch in Zeiten des E-Commerce bei zwei Drittel der Österreicher die Nummer 1. Wir sehen allerdings, dass beide Welten – offline und online – immer stärker verschmelzen. Die Digitalisierung der Fläche schreitet also munter voran, weshalb die konsequente Umsetzung einer Omnichannel-Strategie für den heimischen Handel erfolgsentscheidend ist", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Affinität zu Curated Shopping steigt

Der Trend zum Curated Shopping findet in Österreich wachsende Zustimmung. Beim Curated Shopping oder betreuten Einkaufen wird Online-Shopping mit persönlicher Beratung kombiniert. Hierbei befragen Onlineshops ihre Kunden zunächst nach ihren Vorstellungen, stellen entsprechende Produkte zusammen und versenden diese im Anschluss.

"Knapp die Hälfte der heimischen Konsumenten kann sich vorstellen, vorkuratierte Produkt-Sets zu kaufen. Der Kunde kann die Produkte zuhause ausprobieren und schickt jene zurück, die ihm nicht zusagen. Insbesondere im Bekleidungshandel ist Curated Shopping mittlerweile weit verbreitet", sagt Will.

Die Affinität zu Curated Shopping ist jedoch eine Frage des Alters: 63 Prozent der unter-29-Jährigen bzw. 54 Prozent der 30-39-Jährigen stehen dem Trend positiv gegenüber, bei der Generation Ü60 liegt die Zustimmung hingegen bei lediglich 34 Prozent.

Alle detaillierten Ergebnisse können Sie hier downloaden!

Über den Handelsverband Consumer Check: Das Meinungsforschungsinstitut befragte 505 Österreicherinnen und Österreicher zu zwölf speziellen Themen oder Ereignissen im Handel.

Autor/in:
Alexander Zechmeister
Werbung

Weiterführende Themen

Branche
01.10.2018

Onlinehändler Notebooksbilliger.de und Medimax gründen ein gemeinsames Unternehmen. Namen hat das Baby noch keinen, den sollen jetzt die Kunden finden.

Branche
19.09.2018

Mediamarkt holt online zwar auf, zum Titel „Umsatzstärkster deutscher Elektro-Online-Händler“ hat’s dann aber doch wieder nicht gereicht. Laut der EHI/Statista-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland ...

Rund sieben Milliarden Euro gehen der EU jährlich durch die Lappen, weil Online-Versender ihre Abgaben nicht regelkonform abführen.
Branche
18.09.2018

Vor allem asiatische Online-Händler umgehen oft ihre Abgabepflichten in Europa. Der Handelsverband wünscht sich deshalb nun härtere Sanktionen für ...

Beim US-Onlinehändler ist der Weihnachtsmann bereits im Dienst.
Branche
21.08.2018

Alle Jahre wieder, heuer aber besonders früh: Mitten im Hochsommer nimmt der US-Onlinehändler Amazon in seinem deutschen Logistikzentrum Koblenz das Weihnachtsgeschäft ins Visier.

Branche
30.07.2018

Zugegeben, mit der Elektrobranche direkt hat die Sache nichts zu tun – aber deswegen ist’s auch nicht weniger interessant. Eher im Gegenteil: Zeigt sie doch sehr gut, wie Amazon vom so genannten ...

Werbung