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Händler-Appell: „Lassen Sie ,Geiz ist geil’ nicht ungestraft auf sich sitzen!“

13.06.2005

„Schlapper Versuch der Verteidigung mit einer zahnlosen Waffe“

In einem mehrseitigen Brief an die Red Zac-Zentrale appelliert ein freier Wiener Elektro-Fachhändler an deren Marketingabteilung, den frisch kreierten Anti-„Geiz ist geil!“-Claim „Geiz kostet. Beratung zählt!“ durch seinen – wie er sinngemäß meint – angriffslustigeren und durchschlagskräftigeren Slogan zu ersetzen. Ein Schreiben, das wir unseren Lesern (in gekürzter Form) nicht vorenthalten wollen:

Sehr geehrte Damen und Herren der Red Zac-Marketingabteilung!
Unlängst las ich den Bericht im Elektrojournal 5/2005: Red Zac-Kongress Gmunden 2005: Die Kampfansage.
Es ist einfach die Pflicht eines verantwortungsbewussten Unternehmens, sich mit aller Kraft gegen diesen Angriff auf gesellschaftliche Werte auszurichten, den der Slogan “Geiz ist geil!“ in manchen Konsumentenköpfen auszulösen vermag. Er sagt einfach die Unwahrheit! Geizig kann keine Gesellschaft funktionieren!
Außerdem: Die Info, dass man als so genannter Geizhals billiger einkauft, wenn man zu Saturn geht, muss erst mal bewiesen werden!
Dafür ist aber ein knallhartes Gegenargument gefragt; eines, das in die gleiche Kerbe schlägt wie der offene Angriff Saturns.
Ich meine, Ihr neuer Slogan, über den man nachdenken muss, ist nur für rationell denkende Kunden gut zu verstehen. Wohingegen „Geiz ist geil!“ ohne Umwege in den Bauch geht und die Emotionen vor allem junger Leute zu wecken vermag. Mit „Geiz kostet. Beratung zählt!“ werden Sie die Jungkäufergruppe nicht motivieren. Das ist ein schlapper Versuch...

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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