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guschl: Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung

07.12.2017

Die guschl elektro- und installationstechnik gmbh ist zahlungsunfähig.

Die Forderungsanmeldungsfrist läuft bis 1. Februar 2018.

Creditreform gibt bekannt, dass über das Vermögen der guschl elektro- und installationstechnik gmbh, FN 365649w, am 7. Dezember 2017 durch das Landesgericht Wels auf Grund eines Eigenantrags das Sanierungsverfahren eröffnet wurde.

Mit aktuellem Stand gibt es laut Creditreform ca. 130 Insolvenzgläubiger, betroffen sind 27 Dienstnehmer.

Aktiva von ca. 1,005 Millionen Euro stehen Passiva von ca. 1,209 Millionen Euro gegenüber.

Die Insolvenzschuldnerin verweist auf die grundsätzliche Investitionsbereitschaft der Kieninger GmbH, sodass der Fortbetrieb bis auf weiteres als finanziert angesehen werden könne, so Creditreform. Die Kieninger GmbH erarbeitet aktuell mit der KPMG Linz eine Planrechnung zur Sicherung des Fortbetriebs der guschl elektro- und installationstechnik gmbh.

Zur Vorgeschichte: Die Insolvenzschuldnerin ist als installationstechnik GmbH 2011 gegründet worden. Die installationstechnik GmbH erwarb in diesem Jahr die Betriebsmittel der insolventen guschl gebäudetechnik gmbh (Landesgericht Wels, 20s108/11z).

Die installationstechnik gmbH verschmolz dann 2015 mit der guschl elektrotechnik gmbh (FN 307061k) zur heutigen guschl elektro- und installationstechnik gmbh (FN 365649w). Angeboten wurden Dienstleistungen in den Geschäftszweigen Gas,- Wasser,- Elektro,- Heizungs- und Lüftungstechnik.

Die nunmehrige Insolvenzschuldnerin vermochte einen – Betriebsmittel überdurchschnittlich absorbierenden – Großauftrag (Bauprojekt Adeo Hotel Gosau) nicht zu beenden. Daraus resultieren unerfüllbare Schadenersatzforderungen. Zusätzlich entzog der Auftrag indirekt Liquidität, weil andere Aufträge zurückgestellt worden und derart Forderungsausfälle bewirkt worden sind.

Masseverwalter ist Dr. Günter Geusau, RA in 4600 Wels, Kaiser-Josef-Platz 48, 07242/677 31, lawfirm@ra-geusau.at.

Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 1. Februar 2018 anmelden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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