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Grundig schreibt tiefrote Zahlen: Existenz aber vorerst weiter gesichert

15.12.2006

Wie das "Manager Magazin" in seiner kommenden Ausgabe berichtet, summiert sich das Defizit allein in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres (es endet mit 1. April) auf 20 Millionen Euro. Grundig-Geschäftsführer Hans-Peter Haase bestätigte die Zahlen des Hamburger Magazins. "Wir werden das laufende Geschäftsjahr nicht mehr drehen können. Das ist unbefriedigend. Aber im neuen Geschäftsjahr werden wir wieder mit schwarzen Zahlen aufsetzen", so Haase.

Da sich die beiden paritätischen Gesellschafter (die türkische Beko Elektronik und die britische Alba) verpflichtet haben, im Jänner das Kapital der deutschen Tochter von jetzt nur noch 1,8 Millionen Euro um mehr als 40 Millionen Euro zu erhöhen, kann Grundig Intermedia vorerst weiter existieren.

Hauptverantwortlich für die Verluste seien unter anderem Qualitätsmängel bei den in der Türkei produzierten Fernsehern, massive Lieferprobleme sowie Fehler beim Angebot und im Vertrieb. Die Restrukturierung ist aber - wie das Elektrojournal auch in seiner Dezember-Ausgabe berichtet - bereits eingeleitet.
So soll beispielsweise die Zahl der Lager von elf auf sechs verringert werden. Bereits im Oktober wurde eine eigene Produktionslinie für LCD-Flachfernseher in Istanbul in Betrieb genommen. Außerdem wird die Belegschaft in Deutschland um 90 Mitarbeiter auf 360 Beschäftigte verringert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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