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Großfläche hat im EKZ ausgedient: Onlinehandel macht die Shopping Center neu

09.05.2012

Sie werden kleiner, urbaner und vor allem kommunikativer sein, die Shopping Center der Zukunft. Durch den Einfluss des Onlinehandels wird viel mehr Gewicht auf dem sozialen und emotionalen Erlebnis liegen. Gastronomie wird wichtiger, die großen Shops mit ihren Flächen verlieren an Bedeutung. 

Es sei denkbar, dass nicht mehr der großflächige Elektromarkt, sondern das Gastronomie- und Entertainmentangebot die Frequenzbringer im neuen Center sein werden. Auf Grund der Konkurrenz durch den Onlinehandel werden die Verkaufsflächen im stationären Einzelhandel schrumpfen. Das sagt Michael Oberweger, Leiter Consulting bei RegioPlan. "Shoppen war gestern, heute geht es um Kommunikation. Dank Internet können wir überall und jederzeit shoppen – Kaffee trinken mit Freunden funktioniert online jedoch nicht."

 

Weniger Flächen durch Multichannel

 

Mit einem deutlich stärkeren Gastronomieanteil, mehr Verweilmöglichkeiten sowie Shops, die stärker auf Inszenierung und Verführung setzen, sollen die Center künftig in erster Linie Orte der Begegnung sein. Dieser Prozess sei schon seit geraumer Zeit im Gange, denn nach Jahren der extremen Flächenexpansion muss nun abgespeckt werden. Betreiber und Vermieter von Shopping Centern könnten sich darauf einstellen, dass frei gewordene Großflächen in ihren Centern nur schwer mit einem einzigen Geschäft wieder nachbesetzt werden können. Es werden neue Betriebstypen entstehen, die aufgrund ihrer Multichannel-Konzepte weniger Fläche brauchen werden. Die Online-Welt und die Stationär-Welt soll also verstärkt im EKZ verwachsen.

 

Weg von der grünen Wiese

 

Die Top 10 Handelszonen Österreichs erreichen rund 85 Prozent der Kaufkraft im Land. Viele der rund 40 aktuell geplanten Projekte weisen eine Fläche von je unter 20.000 Quadratmeter auf. 2012 sollen das Center G3 in Gerasdorf mit rund 58.000 Quadratmetern und das Einkaufszentrum am neuen Bahnhof Wien Mitte mit rund 30.000 Quadratmetern eröffnen. "Mit diesen zwei neuen Objekten ist die Ära der großen Shopping Center-Projekte in Österreich vorläufig vorbei“, so Oberweger. G3 soll eines der letzten großen Projekte auf der "grünen Wiese" sein.

 

Im demnächst erscheinenden Elektrojournal 5/2012 lesen Sie, mit welchen Bandagen hinter den Kulissen der Shopping Center-Branche gekämpft wird, wie sich der Elektrohandel positionieren kann und welche Auswirkungen der EKZ-Wandel auf den Elektrohandel hat.  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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