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Elf führende Energieunternehmen verbinden ihre Ladestationen zu einem flächendeckenden heimischen Ladenetz für E-Mobilität. Im Bild (v.l.n.r.): Andreas Reinhardt, Linz AG; Martin Petschnig, Hubject GmbH; Thomas Daiber, Hubject GmbH; Ingmar Höbarth, Klima + Energie Fonds; Jürgen Halasz, Wien Energie; Stefan Forst, Kelag; Christian Eugster, VKW; Jaime Brodhag, Hubject GmbH

Größtes heimisches Ladenetz für E-Fahrzeuge geschaffen

20.03.2017

Hubject vernetzt elf Energieversorger zum größten österreichischen Ladenetz für Elektrofahrzeuge. Aktuell gibt es damit rund 1.300 Ladepunkte zwischen Wien und Bregenz – mit Ende des Jahres sollen es an die 2.000 sein.

Das vom österreichischen Klima- und Energiefonds unterstützte Vernetzungsprojekt der elf führenden Landesenergieversorger und der Hubject GmbH ermöglicht in Österreich ab April 2017 ein flächendeckend zugängliches Netz von Ladestationen für Fahrer von Elektrofahrzeugen.

Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Elektromobilität Österreich (BEÖ) bündeln ihre Ladestationen zu einem integrierten Netzwerk. Die Ladestationen werden zudem an das internationale Ladenetzwerk „intercharge“ von Hubject angeschlossen.

Die elf BEÖ-Mitgliedsunternehmen Energie AG Power Solutions, Energie Burgenland, Energie Graz, Energie Steiermark, EVN AG, IKB, KELAG, Linz AG, die Salzburg AG, VKW und die Wien Energie GmbH bringen ihre gesamten Ladestationen in das intercharge-Netzwerk ein: Damit sind bereits über 1.300 Ladepunkte (2.000 sollen es bis Ende 2017 sein) in Österreich digital und in Echtzeit vernetzt.

Die Kooperation zwischen dem BEÖ und Hubject ermöglicht es den Kunden der BEÖ-Mitgliedsunternehmen künftig, Ladestationen in Österreich und im europäischen intercharge-Netzwerk zu nutzen.

Ab April 2017 können Elektroautofahrer mit nur einem Kundenvertrag von einem Emobility Provider, der sein Service österreichweit anbietet, Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen an allen Ladestationen der BEÖ-Mitgliedsunternehmen laden.

Dabei wird der Ladevorgang über eine Smartphone-App oder mit einer Ladekarte (RFID-Karte) gestartet. Außerdem sind alle Ladepunkte und ihre Verfügbarkeit in Echtzeit in den gängigen Navigationssystemen und Lade-Apps zu sehen.

Ist ein Elektroautofahrer aus dem internationalen Ausland ohne passenden Fahrstromvertrag unterwegs, kann er zukünftig per Kreditkarte und mit anderen (Direkt-)Bezahldiensten an den Ladesäulen in Österreich Strom laden.

Jürgen Halasz, Vorstandsvorsitzender des BEÖ - Bundesverband Elektromobilität Österreich, sagt stellvertretend für die elf beteiligten Energieunternehmen: „Elektromobilität hört nicht an den Landesgrenzen auf. Daher setzen wir mit unseren Mitgliedsunternehmen auf das intercharge-Netzwerk und unterstützen mit unserer Zusammenarbeit vor allem die digitale und kundenfreundliche Vernetzung unserer Ladestationen in Österreich.“

Das vom Klima- und Energiefonds unterstützte Projekt startete im Jänner 2016. Während des vergangenen Jahres wurde ein einheitliches Lade- und Verrechnungssystem für die österreichischen Ansprüche entwickelt und die Backend-Systeme aller Akteure vernetzt.

Hubject als Kooperationspartner möchte mit intercharge die voll automatisierte Kommunikation zwischen Ladestationsbetreibern und Fahrstromanbietern gewährleisten.

Dazu Thomas Daiber, CEO der Hubject GmbH: „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem BEÖ ein flächendeckendes Ladenetz geschaffen zu haben.“

Mit der Anbindung an die eRoaming-Plattform von Hubject ist es nun möglich, die rund 700 Kilometer lange Strecke vom Neusiedlersee bis zum Bodensee mit einem Elektroauto zurückzulegen und an allen DC-Schnellladesäulen und AC-Ladesäulen innerhalb des intercharge-Netzwerks Strom zu laden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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