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Gratis gibt’s nix: Internet-Ombudsmann schlichtet wieder Streitfälle

20.04.2011

Die Beschwerdestelle für Abzocker-Seiten im Internet hatte auch vergangenes Jahr wieder viel zu tun. Mehr als 10.000 Beschwerden haben die Online-Konsumenten eingereicht; vorwiegend von Anbietern aus dem Ausland. Drei Viertel aller Beschwerden waren auf sogenannte Gratis-Angebote zurückzuführen, die dann keine waren.

Der Ombudsmann hat im vergangenen Jahr Streitfälle im Wert von 828.000 Euro zu Gunsten der Konsumenten lösen können. Insgesamt wurden 10.046 Beschwerdefälle auf www.ombudsmann.at mit der Bitte um Unterstützung und außergerichtliche Streitschlichtung gemeldet. Die Erfolgsquote ist hoch: In 89 Prozent aller Fälle konnten die Experten den Konsumenten helfen. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Beschwerde war mit 131 Euro deutlich höher als im Jahr 2009, wo diese bei 107 Euro pro Fall lag.

Vertrags- und Lieferprobleme

Neben den Gratis-Angeboten waren auch Streitigkeiten rund um die Verträge und Lieferprobleme Stein des Anstoßes für die Konsumenten. Aber auch Soziale Netzwerke haben bei der Streitschlichtungsstelle zunehmend mehr Erwähnung gefunden: Projektleiter des Ombudsmann, Bernhard Jungwirth, dazu: "Neben Verstößen gegen das Markenrecht konnten wir im vergangenen Jahr auch einen Anstieg bei Beschwerden rund um die unberechtigte Veröffentlichung oder Verwendung persönlicher Daten im Internet verzeichnen"

 

Genauere Beispiele finden Sie hier zum Herunterladen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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Zusätzlich verstärkt die Juristin Joanna Riedl das interne Fallbearbeitungsteam. Bei Tausenden von Beschwerden im Jahr ist für Arbeit gesorgt.

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