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Goodbye Europe: Finnische Smartphones kommen künftig aus Asien

08.02.2012

Handybauer Nokia setzt zum nächsten Job-Kahlschlag an. Insgesamt 4.000 Mitarbeiter in Ungarn (2.300), Mexiko (700) und Finnland (1.000) müssen ihren Hut nehmen. Freuen kann man sich dagegen in Asien, wohin die Smartphone-Herstellung des kriselnden Handyriesen größtenteils verlagert wird. Die aktuellen Zahlen eingerechnet kann Nokia-Chef Stephen Elop nun bereits auf eine „stolze“ Bilanz von rund 30.000 (inkl. Nokia Siemens Network) abgebauten Arbeitsplätzen verweisen.

Der Stellenabbau in den drei Werken soll bis Jahresende in trockenen Tüchern sein. Recht kreativ ist die Begründung für die Produktionsverlagerung. Da die Mehrzahl der Zulieferer in Asien vor Ort sitze, würden sich die Produktionszeiten von der Entwicklung bis zur Marktreife enorm verkürzen lassen. Kostenersparnisse durch eine günstigere Produktion seien dagegen nicht im Vordergrund gestanden.

Im Telefongeschäft sind bei Nokia damit 14.500 Arbeitsplätze weggefallen, also rund acht Prozent der Belegschaft. Erst im Herbst vergangenen Jahres hat Nokia sein Werk in Rumänien dicht gemacht. An der Kostenschraube dreht derzeit auch der Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks. Zum Jahresanfang hat man dort die Streichung jeder dritten Stelle in Deutschland angekündigt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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