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Goodbye Europe: Best Buy steigt mit Milliardenverlust aus dem Europa-Geschäft aus

30.04.2013

Der weltgrößte Elektrohändler zieht einen Schlussstrich und beendet endgültig sein - kostspieliges - Abenteuer am alten Kontinent. Für rund 593 Mio. Euro verkauft US-Kette Best Buy seine Joint Venture-Beteiligung (Best Buy Europe) an seinen britischen Partner Carphone Warehouse. 2008 bezahlte man für die 50 Prozent-Beteiligung noch flotte zwei Milliarden Dollar (ca. 1,5 Mrd. Euro).

Mit dem unabhängigen Handy-Verkäufer Carphone Warehouse hatte man sich 2008 zusammengetan, um von der Mobiltelefon-Expertise der Briten zu profitieren. Gemeinsam gründete man das Joint-Venture Best Buy Europe und eröffnete Shops in acht Ländern. Diese sollten für die Amerikaner später auch als Sprungbrett nach Rest-Europa dienen.

So richtig eingeschlagen hat das Auslands-Business bislang allerdings nicht. Zwar erwirtschaftet Best Buy rund ein Viertel seines Konzernumsatzes (ca. 50 Mrd. Dollar) außerhalb der Vereinigten Staaten, profitabel ist man damit aber nicht: das letzte Geschäftsjahr weist hier einen Verlust von 881 Mio. Dollar aus. Aus diesem Grund hat Best Buy-Chef Hubert Joly auch damit begonnen, das Auslandsgeschäft auf den Prüfstand zu stellen. Bereits 2011 hat man die Filialen in China geschlossen und das England-Geschäft an den Nagel gehängt.        

Übrigens: Wie der Konzern mitteilt, werde man den vereinbarten Preis größtenteils in bar erhalten bzw. (einen geringeren Betrag) in Carphone-Aktien. Die Transaktion soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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