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Good bye, Stand-by: Der VKI liefert den Konsumenten Tipps fürs Stromsparen

19.04.2007

Dass Elektronikgeräte auch im Stand-by-Betrieb Strom verbrauchen, sollte heute niemanden mehr überraschen. Umso bedauerlicher, dass Österreich im Vergleich zu 19 EU-Ländern den beinahe höchsten Stand-by-Anteil (2,5 Prozent) am gesamten Stromverbrauch aufweist. Damit rangieren wir auf Platz 2 der Negativliste - gleich hinter Deutschland.

Laut Regulierungsbehörde "e-control" verbraucht der Stand-by-Betrieb 150 Megawatt jährlich. Zum Vergleich: Das Wasserkraftwerk Kaprun (Hauptstufe) erzeugt im gleichen Zeitraum 220 Megawatt! Wird der Anteil des Stand-by-Betriebes auf einen einzelnen Haushalt aufgerechnet, ergibt sich ein noch drastischeres Bild: Hier entfallen rund zehn Prozent der jährlichen Stromkosten auf den Stand-by-Betrieb.

Laut "Konsument" lauern die Kostenfallen überall. Beispiel TV-Gerät: Das Abschalten mit dem Netzschalter bedeutet bei vielen Geräten, so "Konsument", noch lange nicht, dass der Stromverbrauch auf Null absinkt - abgesehen davon, dass viele Geräte gar keinen Netzschalter mehr haben. Dasselbe gilt beispielsweise für Drucker, Monitore und PCs sowie für Satelliten- oder DVB-T-Receiver.

Als wahre Stromfresser erweisen sich auch Handy-Ladegeräte, die - stets einsatzbereit - in der Steckdose sind, oder die Zeitanzeige beim Mikrowellenherd sowie nicht abgeschaltete Waschmaschinen und Geschirrspüler. "Gerade aber der sparsame Umgang mit Energie würde sich bezahlt machen, da die jährliche Stromrechnung um etwa 200 Euro gesenkt werden könnte. Der Anteil von Stand-by würde dabei bei rund 95 Euro liegen", so "Konsument"-Experte Paul Srna über das Einsparungspotenzial.

"Konsument"-Tipps, wie man unnötigen "Stromfraß" vermeidet

• Stecker ziehen: die wohl einfachste, wenn auch nicht immer unbedingt komfortabelste Lösung.
• Schaltbare Steckerleisten: bereits vielfach in Verwendung, lässt sich mit einem einzigen Handgriff auf den Ein-/Ausschalter die Verbindung zum Netz kappen.
• Fernbediente Steckdosen: Wer aus optischen Gründen keine schaltbare Steckerleiste haben möchte, kann auf die normale Steckdose eine fernbediente aufsetzen. Diese dient als ferngesteuerter Schalter für alle angeschlossenen Geräte.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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