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Gigantomania: Die Osteuropäer lieben Big Shopping im Einkaufszentrum

19.09.2006

Ganz anders die Situation in Osteuropa, wo dieser – laut aktueller RegioPlan-Studie – bereits an der 50-Prozent-Marke kratzt.Der Hauptgrund dafür: In Osteuropa gibt es kaum etablierte innerstädtische Handelszonen, daher verlagert sich ein Großteil des Einkaufsvolumens auf künstliche Handelsagglomerationen wie Shopping Center oder Retail Parks.Slowenien ist von unseren östlichen Nachbarn in der Einzelhandelsstruktur und bei der Shopping Center-Landschaft am weitesten fortgeschritten. Heute weist das Land...

..mit 213 qm Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohner eine höhere Shopping Center-Dichte auf als Österreich. In Tschechien, Ungarn und der Slowakei liegt die Aufmerksamkeit der Projektentwickler noch auf den Landeshauptstädten, deren Potenzial jedoch nach und nach ausgeschöpft wird.
In der Slowakei etwa liegt der Landesdurchschnitt an Shopping Center-Verkaufsfläche pro 1.000 Einwohner bei 64 qm, in Bratislava bei stolzen 509 qm. Auch in Budapest ist die Grenze des Möglichen erreicht: Mit 22 Shopping Centern hat Ungarns Hauptstadt die meisten in Osteuropa (Wien: 24 bestehende und elf geplante Einkaufszentren).
Zum Vergleich: Österreich weist 208 qm, die Bundeshauptstadt Wien 271 qm Shopping Center-Fläche je 1.000 Einwohner auf. Gemäß Planungen sollen zu den 112 österreichischen Shopping Centern in den nächsten Jahren weitere 53 hinzukommen.
In puncto Größe schlagen Österreichs Einkaufszentren jene in Osteuropa weiterhin: Das größte Shopping Center in Österreich ist die Shopping City Süd in Vösendorf mit 120.500 qm reiner Verkaufsfläche. Auch die Nummer zwei, die Plus City in Pasching, hat mehr Verkaufsfläche als die größten Einkaufszentren in Tschechien und Ungarn.
In den nächsten Jahren kann sich an diesem Ranking nach Ansicht von RegioPlan jedoch noch einiges ändern. Zum Vergleich: Das größte Shopping Center der Welt steht in China und hat eine Verkaufsfläche von 900.000 qm.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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