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GfK TEMAX: Wachstum ist angesagt – nur nicht in der Unterhaltungselektronik

29.11.2012

Von einem soliden Umsatzwachstum im Markt der technischen Gebrauchsgüter zeugt der GfK TEMAX fürs dritte Quartal 2012. Bis auf die schwächelnden Unterhaltungselektronik konnten alle Segmente ein Plus einfahren. Besonders gut lief‘s für die Telekom und die Kleingeräte – bei der großen Weißen, Foto sowie IT und Office hat sich das Wachstum zwar abgeschwächt, bleibt aber weiterhin im positiven Bereich.

Insgesamt berichtet der GfK TEMAX von einem Umsatzwachstum von 4,5 Prozent. Wachstumstreiber waren einmal mehr die Smartphones, die kräftig zum 26 Prozent-Plus des Telekom-Bereichs beigetragen haben. 60 Prozent aller im dritten Quartal gekauften Handies waren bereits Smartphones. Beachtlich: 39 Prozent aller Mobile- bzw. Smartphones wurden SIM-Free gekauft – also ohne Tarif.  

Elektrokleingeräte mit bisher höchster Zuwachsrate 2012

Das wertmäßige Wachstum am Kleingerätemarkt setzte sich im dritten Quartal 2012 ungebremst fort: Mit +7,7 Prozent fiel die Steigerung sogar noch etwas stärker aus als in den Vorperioden. Verantwortlich dafür war einerseits das umsatzstarke Segment der Bodenstaubsauger, das weiterhin von der gestiegenen Nachfrage nach Saugrobotern profitierte. Anderseits gelang auch den bedeutenden Espressomaschinen ein erfreulicher Turn-Around nach dem etwas ernüchternden Ergebnis im zweiten Quartal. Darüber hinaus konnten Mundhygienegeräte (elektrische Zahnbürsten und Mundduschen) wie schon zuletzt mit der höchsten wertmäßigen Zuwachsrate aufwarten. Bartschneider und Ganzkörperrasierer lagen ebenfalls deutlich über dem vorjährigen Vergleichsniveau, während die wertmäßig bedeutenderen Herrenrasierer ihre Talfahrt fortsetzten. Innerhalb der Hairstyler zeigten sich Lockenstäbe weiterhin stark nachgefragt, die negative Entwicklung der dominanten Haarglätter drehte allerdings die gesamte Produktgruppe ins Minus.

Der Markt für Bürogeräte und Verbrauchsmaterialien zeigt ebenso leicht nach oben (+3,3%), wie das Umsatzwachstum für Informationstechnologie (+2,5%). Hier scheint der Markt für klassische PCs einen gewissen Sättigungsgrad erreicht zu haben. Gerade die Hauptsegmente wie Notebooks und Desktop PCs sind mit hohen Penetrationsraten konfrontiert und erlitten stück- und wertmäßige Einbrüche im Vergleich zu Q3 2011. Die Haushalte investierten zunehmend in Tablets, welche übrigens auch zu den Umsatzgaranten im kommenden Weihnachtsgeschäft zu zählen sind.

Weiße Ware: Wachstum wird schwächer

Das Wachstum der Weißen Ware ließ im 3. Quartal deutlich nach und lag wertmäßig nur noch bei +1 Prozent. Nennenswerte Zuwächse erzielten dabei nur wenige Warengruppen, allen voran wieder einmal die Dampfgargeräte. Der Höhenflug der Dampfgarer scheint vorerst allerdings etwas gebremst. An die teils deutlich zweistelligen Zuwächse der Vorquartale und des Vorjahres konnte man in Q3 nicht mehr ganz anschließen. Ebenfalls positiv entwickelten sich Kühlgeräte und Wäschetrockner, beide angetrieben vom Wachstum energieeffizienter Geräte (A+++ und A++ Kühlgeräte sowie Wärmepumpentrockner). Weiterhin negativ präsentierten sich dagegen die Gefriergeräte und erstmals in diesem Jahr auch der Bereich Kochen: Sowohl Herde und Backöfen also auch Kochfelder sowie Mikrowellen mussten leichte Umsatzrückgänge hinnehmen. Aufgrund des starken ersten Halbjahrs (+4%) liegen die Großgeräte im Jahresvergleich aber immer noch um 3 Prozent über dem Vorjahr.

Unterhaltungselektronik: Ernüchterung nach starkem 2. Quartal

Das 2. Quartal konnte der UE – auch dank Fußball-EM - noch schöne Umsatzzuwächse bescheren. Im 3. Quartal kehrte die Marktentwicklung jedoch wieder in den roten Bereich zurück: Der TV-Umsatz fiel auf knapp unter Vorjahres-Niveau, für die UE insgesamt ergab sich ein Minus von 3,5 Prozent. Viele Produktgruppen haben schon seit Längerem den Rückwärtsgang eingelegt, etwa Heimkino-Kompaktanlagen, Camcorder oder MP3-Player.

Recht erfreulich lief es dagegen für den Fotobereich, wo sich der SLR-Markt wieder stabilisieren konnte. Bei den Systemkameras dagegen konnte man die Umsätze im laufenden Jahr bereits mehr als verdoppeln. Gedämpft ist die Stimmung nur bei den Kompakten: rund 15 Prozent weniger Umsatz wurden im 3. Quartal erzielt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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