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GfK Temax: Starker Start für die Weiße, kräftiges Lebenszeichen der Elektrokleingeräte

18.05.2012
GFK

Mit einem wertmäßigen Plus von 2,2 Prozent zeigte der Markt für technische Gebrauchsgüter im ersten Quartal 2012 ein freundliches Gesicht. Wachstumstreiber neben Smartphones und Tablet Computern waren auch die traditionellen Sortimente: Elektrogroß- und -kleingeräte konnten mit einem jeweiligen Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum punkten. Weniger gut sieht es bei der Unterhaltungselektronik und dem Fotomarkt aus.

Einen starken Start haben die Elektrogroßgeräte im ersten Quartal hingelegt: Die Weiße Ware freut sich über ein Umsatzplus von fünf Prozent und beendet damit die leichte Schwächephase vom letzten Quartal in 2011.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2011 haben Kühlgeräte, Geschirrspüler, Kochfelder und Dunstabzugshauben Zuwächse von bis zu zehn Prozent verzeichnet; Dampfgarer wuchsen noch stärker. Waschmaschinen und Wäschetrockner erzielten zumindest ein leichtes Umsatzplus.

Bei Kühlschränken ließ der anhaltende Trend zu größeren Geräten die Durchschnittspreise ebenso steigen wie bei Kochfeldern der Boom von Induktionsgeräten. Weiterhin ein Sorgenkind blieben damit die Gefrier-geräte. Auch nach zwei negativen Jahren (2010: minus neun Prozent; 2011:minus acht Prozent) zeigte der Trend im ersten Quartal 2012 weiter nach unten.

 

Elektrokleingeräte mit verheißungsvollem Jahresbeginn

Mit einem wertmäßigen Plus von 4,8 Prozent hat der Markt der Elektrokleingeräte auch im ersten Quartal 2012 ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Etwa jeder zehnte, im GfK TEMAX umgesetzte Euro ist damit auf ein Produkt der Kleingerätefamilie gefallen. Das Segment Staubsauger zeigte sich dabei besonders stark: Neben beutellosen Bodenstaubsaugern konnten sich auch die Saugroboter vermehrt in Szene setzen. 

Zuwächse bei Kaffeemaschinen waren bei Espresso Vollautomaten, Portionsgeräten für Kaffeekapseln oder -pads nachgefragt, der Umsatz konnte mit den beobachteten Mengensteigerungen aber nicht Schritt halten. Neben Küchenhelfern (Hand-, Stab- und Standmixer sowie Küchenmaschinen) waren auch Herrenrasierer und Bartschneider überdurchschnittlich stark gefragt.

 

Unterhaltungselektronik: Jahresauftakt im roten Bereich

Die rückläufige Umsatzentwicklung der Unterhaltungselektronik setzt sich auch im 1. Quartal 2012 fort, die Differenz zum Vorjahr betrug acht Prozent. Das Geschäft mit Flachbildfernsehern ging um sieben Prozent zurück - der Durchschnittspreis hielt sich jedoch auf Vorjahresniveau. Mit ein Grund dafür ist das starke Wachstum bei großen (und damit teureren) Geräten ab 46 Zoll. Der Trend hin zum echten Heimkino-Feeling ist weiterhin intakt, kann jedoch keinen Umsatzrückgang verhindern. Gespannt darf man auf die Marktentwicklung während der zwei sportlichen Großereignisse in diesem Jahr warten.

Positive Entwicklungen verzeichnete die UE bei Digitalreceivern. Diese stehen zwar aufgrund der zunehmenden Ausstattung von TV-Geräten mit Sat-Tunern unter Konkurrenzdruck, die bevorstehende Abschaltung der analogen Satelliten-Kanäle Ende April ließ die Verkäufe dennoch um acht Prozent ansteigen. Der März verzeichnete zweistellige Zuwachsraten. Wachstum generierten zudem Kopfhörer und AV-Receiver.  


Digitale Kameras: Jahresstart mit Handicap

Die Digitalkameras standen Anfang des Jahres unter dem Einfluss von Lie-ferschwierigkeiten als Folge der Überflutungen in Thailand. Dies betraf vor allem die Spiegelreflexkameras, welche Einbrüche bei Absatz und Umsatz von ca. einem Viertel gegenüber Vorjahr hinzunehmen hatten.

Die Systemkameras zeigten sich in Summe unbeeindruckt von diesen Ereignissen, deren Umsätze konnten im 1. Quartal um knapp 70 Prozent zulegen – dies auch dank neuer Modelle (und Mitbewerber), welche in den letzten Monaten ihren Weg auf den Markt fanden.

Die Kompaktkameras wiesen weiterhin rückläufige Umsätze aus. Parallel zu den einbrechenden SLR-verkäufen entwickelten sich auch die Wechselobjektive rückläufig. Hier lagen die Umsätze 19 Prozent unter Vorjahr.

Gedämpfter Start für die IT

 

Zu Beginn des Jahres 2012 war die Stimmung am IT-Markt etwas ge-dämpft. Die noch im Jahr 2011 gewohnten zweistelligen Umsatzzuwächse konnten diesmal nicht erreicht werden. Nichts desto weniger sah GfK aufgrund von Tablet Computern ein Wachstum von +4,4 Prozent im Vergleich zu Q1 2011.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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