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Die Kaufkraft in Österreich laut der GfK-Studie.

GfK-Kaufkraftstudie 2015 für Österreich

14.04.2015

Die GfK gab Mitte April die Kaufkraftdaten für Österreich Stand 2015 bekannt. Die Kaufkraftstudie untersucht die regionale Verteilung der Kaufkraft von der Ebene der Bundesländer bis zu feinräumigen Postleitzahlgebieten. Die Gesamtsumme der Kaufkraft liegt in Österreich in 2015 bei rund 187,7 Milliarden Euro. Das entspricht im Schnitt 22.067 Euro pro Kopf, die jedem Österreicher für den Konsum, die Miete oder Lebenshaltungskosten zur Verfügung stehen.

GfK-Kaufkraft Studie für Österreich 2015: *Index je Einwohner beziehungsweise Haushalt; 100 = Landesdurchschnitt

Die Kaufkraft misst das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Der Fokus der Studie des Geomarketing-Bereichs von GfK liegt in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede. Die Studie zeigt, wie regional verschieden die Kaufkraft innerhalb der Länder verteilt ist. Niederösterreich ist das einzige Bundesland, das mit rund 4 Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Wien folgt auf Rang zwei. Dicht gefolgt von Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich, die alle knapp über dem Bundesdurchschnitt liegen. Die anderen Bundesländer liegen etwas unter dem Durchschnitt.

Bei der Kaufkraft pro Haushalt sieht es ähnlich aus. Auch hier führt Niederösterreich und kann sich sogar mit acht Prozent vom Durchschnitt absetzen. Auf gut sieben Prozent über dem Durchschnitt kommt das Burgenland, gefolgt von Vorarlberg. Wien schneidet im Vergleich der Kaufkraft je Haushalt am schwächsten ab: Ein Wert von rund 12 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt spiegelt wieder, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte in der Hauptstadt höher ist.

Bezirke Unter den zehn kaufkraftstärksten Bezirken Österreichs gehören nur zwei Bezirke nicht zu Wien: Mödling und Eisenstadt. Das Wien-dominierte Ranking der Bezirke kommt nicht nur durch die hohe Kaufkraft in der Hauptstadt sondern auch aufgrund der Unterteilung in die 23 Bezirke. Der Bezirk Wien 1, Innere Stadt ragt mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 41.115 Euro gut 86 Prozent über den österreichischen Durchschnitt heraus. Mit rund einem Viertel weniger Kaufkraft hat der 13. Bezirk, Hietzing Rang zwei inne. Dort liegt die Kaufkraft bei rund 30.136 Euro pro Kopf und 36,6 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Einwohner Mödlings haben rund 30 Prozent mehr als der Durchschnitt und kommen mit 28.617 Euro pro Kopf auf Rang drei. Der Stadtbezirk von Eisenstadt liegt auf Rang 10 – dort beträgt die pro-Kopf-Kaufkraft 16,2 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt.

Hintergründe der Studie: Die GfK-Kaufkraft ist definiert als die Summe aller Nettoeinkünfte der Bevölkerung, bezogen auf den Wohnort. Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Transferzahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Von diesem verfügbaren Einkommen sind allerdings noch nicht die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Miete und Nebenkosten wie Gas oder Strom, Bekleidung oder das Sparen abgezogen. Basis der Berechnung sind, neben der Lohn- und Einkommenssteuerstatistik, einschlägige Statistiken zur Berechnung der staatlichen Leistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.

Weitere Informationen zu den GfK-Marktdaten

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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