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Laut der aktuellen GfK Kaufkraftstudie gehören mehr als die Hälfte der zehn kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs zu Wien.

GfK: Kaufkraft der Österreicher steigt auch 2017

16.06.2017

Die neue GfK Kaufkraftstudie untersucht die Kaufkraft in Österreich im Jahr 2017: Innerhalb des Landes gibt es dabei starke räumliche Kontraste.

Für Österreich prognostiziert GfK im Jahr 2017 eine Kaufkraft von 22.597 Euro pro Kopf für den Konsum, die Miete oder Lebenshaltungskosten. Die Gesamtsumme der Kaufkraft liegt in Österreich im Jahr 2017 laut aktueller GfK Kaufkraftstudie bei rund 196,6 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Die Gesamtsumme der deutschen Kaufkraft beläuft sich auf 1.827,5 Milliarden Euro. Bei 81 Mio. Einwohnern in Deutschland gegenüber 8,7 Mio. in Österreich ist das allerdings wenig überraschend. Die Deutschen haben im Jahr 2017 eine durchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft von 22.239 Euro.

Die Kaufkraft misst das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten. Der Fokus der Studie liegt in der Herausarbeitung der regionalen Unterschiede. Die Studie zeigt, wie regional verschieden die Kaufkraft verteilt ist, sowohl im nationalen Vergleich als auch innerhalb der Länder.

Niederösterreich ist das einzige Bundesland, dessen Kaufkraft pro Einwohner um rund 4 Prozent deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Vorarlberg folgt auf Rang zwei, dicht gefolgt von Salzburg und Oberösterreich, die ebenfalls jeweils eine knapp überdurchschnittliche pro-Kopf-Kaufkraft aufweisen.

Im Bundesländervergleich liegt die Kaufkraft der Wiener Bevölkerung mit durchschnittlich rund 22.478 Euro pro Kopf auf Rang 5. Tirol, Kärnten und die Steiermark bilden das Schlusslicht im Bundesvergleich. Im Durchschnitt verfügen Einwohner dieser Bundesländer mit einer Kaufkraft zwischen 21.803 € und 21.956 € über 2,8 bis 3,5 Prozent weniger Kaufkraft als der Bundesdurchschnitt.

Mehr als die Hälfte der zehn kaufkraftstärksten Bezirke Österreichs gehören zu Wien. Allerdings ist die Kaufkraftspanne innerhalb Wiens sehr groß, denn auch das Ranking der kaufkraftschwächsten Bezirke Österreichs wird von Wiener Bezirken angeführt.

Der Bezirk „Wien 1 –Innere Stadt“ ragt mit einer pro-Kopf-Kaufkraft von 38.463 € gut 70 Prozent über den österreichischen Durchschnitt heraus und ist damit der „reichste“ Bezirk in Österreich. Mit rund einem Fünftel weniger Kaufkraft hat der 13. Wiener Bezirk, Hietzing, Rang zwei inne. Dort liegt die Kaufkraft mit rund 30.214 € pro Kopf um knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Die Einwohner Mödlings in Niederösterreich haben eine um rund 28 Prozent höhere Kaufkraft als der Durchschnitt und liegen mit 28.849 € pro Kopf auf Rang drei.

Regionale Besonderheiten zeigen sich etwa im Umland von Graz und Wels: In den Bezirken Graz-Umgebung und Wels-Land liegt die durchschnittliche Kaufkraft pro Einwohner in den Bezirken im Umland jeweils leicht über denen der Stadtbezirke.

Auch im Umland Wiens befinden sich etwa mit den Bezirken Mödling und Korneuburg kaufkraftstarke Bezirke.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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