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GfK GeoMarketing: Die Kaufkraft in Europa ist "gut unterwegs"

07.05.2012

Die Veröffentlichung einer Studie von GfK GeoMarketing zur Situation des Einzelhandels in Europa zeigt interessante Zahlen. Kaufkraft, Einzelhandelsumsatz, Anteile der Einzelhandelsausgaben,  Inflationsraten, sowie die Verkaufsflächenausstattung der europäischen Länder (inklusive Türkei, plus Russland) wurden ausgewertet.

Das verfügbare Einkommen der Haushalte in Europa ist im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Die europäischen Verbraucher hatten an die 8,5 Billionen Euro für Konsumausgaben zur Verfügung. Auch die Wachstumsrate verzeichnet ein Plus von 2,6 Prozent für die Kaufkraft der EU-27 Länder. Die Länder der Eurozone weisen ein vergleichsweise niedrigeres Wachstum auf. 

Die Einzelhändler haben in den 32 Ländern Europas einen Einzelhandelsumsatz von rund 2,96 Billionen Euro (EU-27 = 2,3 Billionen Euro) erwirtschaftet (ein Plus von 2,4 Prozent). Andere Nationen wie Griechenland (-14,2 Prozent), Portugal (-6,9 Prozent) oder Spanien (-2,0 Prozent) haben bekanntermaßen mit einer gebremsten Konsumfreude zu kämpfen.

 

Steigende Einzelhandelsumsätze für 2012

Auch für das aktuelle Jahr prognostiziert GfK steigende Einzelhandelsumsätze von 1,4 Prozent nominal. Die Restrukturierungsmaßnahmen treffen wie bisher Griechenland & Co. In den großen Volkswirtschaften beziehungsweise Einzelhandelsmärkten werden für Frankreich und Deutschland hingegen Umsatzzuwächse von ein bis zwei Prozent erwartet. Das Vereinigte Königreich liegt mit 2,7 Prozent im Plus.

 

Der Anteil der Einzelhandelsausgaben ist zurückgegangen. Die Quote liegt nunmehr bei 31,3 Prozent (Vorjahr: rund 31,9 Prozent). Für alle Staaten in Europa liegt die Quote mit 33,6 Prozent lediglich etwas höher, aber auch hier zeigt sich eine rückläufige Tendenz.

Nominaler Umsatzzuwachs in EU

Der Einzelhandel in den EU 27-Ländern hat im vergangenen Jahr einen nominalen Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent erzielt. Bereinigt um die durchschnittliche Inflation von drei Prozent zeigt sich, dass der Einzelhandelsumsatz real etwas rückläufig war. Die durchschnittliche Inflationsrate lag damit etwas höher als im Jahr 2010. für 2012 wird eine Trendumkehr erwartet.

Verkaufsfläche pro Kopf leicht gestiegen

Die Verkaufsfläche pro Kopf ist in den 32 Ländern Europas insgesamt  um etwa ein Prozent gestiegen, die Entwicklungen stellen sich in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich dar. Die stärksten Zuwachsraten an Fläche pro Kopf weisen Litauen, Frankreich, Lettland und die Slowakei auf.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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