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Die Einkommenserwartung der Österreicher im September 2016 ist – noch – eher „bewölkt“.

GfK: Brexit-Verunsicherung erfasst Österreich

17.10.2016

Eine aktuelle GfK-Studie zum Konsumklima für das dritte Quartal 2016 sieht in Österreich eine zurückhaltende Konjunktur-Stimmung bei gleichzeitigem Optimismus bei Einkommenserwartung und Konsumausgaben.

Eine aktuelle Studie des GfK untersucht das Konsumklima für das dritte Quartal 2016: Der wirtschaftliche Aufschwung in Österreich, so das Ergebnis aus Sicht der Konsumenten, lässt auf sich warten. Der Grund: Das Brexit-Votum in Großbritannien hat in ganz Europa zu Verunsicherung geführt – auch in Österreich fällt die Stimmung verhalten aus, Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung gehen zurück.

Paul Unterhuber von GfK Austria analysiert: „Österreich ist in Hinblick auf die Anschaffungsneigung, also die Bereitschaft, Ausgaben für den Konsum zu tätigen, nach wie vor im europäischen Spitzenfeld. Aber gerade hier lässt sich die Verunsicherung durch den Brexit am deutlichsten erkennen, das Minus von 5,2 Punkten ist ein Indikator hierfür.“

In fast allen europäischen Ländern, ganz besonders natürlich in Großbritannien, fielen das Konsumklima und vor allem die Konjunkturerwartung direkt nach dem Brexit-Votum zum Teil dramatisch. Das Konsumklima EU28 sackte von 13,1 Punkten im Juni auf 10,0 Zähler im Juli ab.

Ein Teil der österreichischen Verbraucher ist laut GfK-Studie hingegen bereit, Geld für werthaltige Anschaffungen auszugeben. Entsprechend liegt die Anschaffungsneigung mit 17,9 Punkten auf einem zufriedenstellenden Niveau. Allerdings verlor der Indikator seit Juni 5,2 Zähler an Wert – dann aber steht auch wieder im Vergleich zu September 2015 ein Plus von 6,8 Punkten zu Buche.

Trotz passabler Wachstumsraten gehen die österreichischen Verbraucher laut GfK-Studie von einer etwas schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten aus: Die Konjunkturerwartung lag im September 2016 mit minus 7,2 Punkten noch deutlich unter dem langjährigen Durchschnittwert von 0 Punkten und somit unter der Grenze, ab der die Verbraucher mit Wirtschaftswachstum rechnen.

Aber: Seit Juni 2016 ist die Konjunkturerwartung um knapp 1 Punkt, seit September letzten Jahres immerhin um 12,6 Zähler gestiegen. Im August erreichte der Indikator mit minus 4,2 Punkten den höchsten Wert seit Juli 2014. Kurzum: ein wenig klart die (an und für sich eher düstere) Klimakonjunktur-Stimmung doch auf.

Generell gilt: In Österreich bleibt die Einkommenserwartung trotz mäßiger Konjunkturerwartung und Einbußen laut GfK im positiven Bereich: In deutlichem Gegensatz zu der pessimistischen konjunkturellen Einschätzung gehen die Österreicher nämlich von deutlich steigenden Einkommen (24,4 Punkte Einkommenserwartung im September) in den nächsten Monaten aus.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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