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Gewinn-Warnung, die Zweite: Analyst sieht Media-Saturn als Metro-Problemkind

08.10.2012

Nach Dezember 2011 erfolgte nun die bereits zweite Gewinn-Warnung von Metro-Chef Olaf Koch innerhalb eines Jahres. Begründet wird dies unter anderem mit Konsum-Zurückhaltung bei Nicht-Lebensmitteln wie Unterhaltungs-Elektronik. Analysten sehen ein Haupt-Problem bei Media-Saturn und der Online-Konkurrenz.

Ende Oktober werden die Metro-Zahlen für das dritte Quartal 2012 erwartet, im zweiten Quartal hatte Metro durch Sonder-Effekte in dreistelliger Millionen-Höhe noch einen Verlust von 28 Mio. Euro geschrieben. Insofern ist es schon ein Fortschritt, wenn fürs laufende Jahr ein Gewinn angepeilt wird. Dieser bröckelt allerdings zusehends davon: Laut aktueller Prognose verringert sich das erwartete Ebit von 2,372 auf rund 2 Mrd. Euro. Ganz überraschend kommt’s nicht: Einige Analysten wundern sich bereits darüber, dass die Gewinn-Prognose nicht bereits bei der Präsentation der Zahlen fürs zweite Quartal reduziert wurde.

 

Sinkt das Ebit weiter?

 

Der Metro-Konzern begründet die veränderte Prognose mit steigender Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone und den Spar-Bemühungen überschuldeter Staaten. Insbesondere das Geschäft in Süd- und Osteuropa sei davon deutlich beeinträchtigt gewesen. Koch: „Dies hat zu einer noch größeren Konsum-Zurückhaltung insbesondere bei Nicht-Lebensmitteln wie zum Beispiel Unterhaltungs-Elektronik geführt.“

 

Analysten sehen auch die Größe der Filialen als Problem. Diese führt zu hohen Fixkosten und damit einer starken Beeinträchtigung des Geschäfts-Erfolgs durch die wachsende Online-Konkurrenz. Offenbar werde weiterhin in die Preise investiert. „Gleichzeitig scheinen Investitionen für das kommende Jahr reduziert zu werden, was sich negativ auf das mittelfristige Wachstum auswirken könnte. Die Ebit-Erwartungen des Marktes dürften für 2012 und 2013 um gut zehn Prozent sinken“, zitiert die Schweizer Handelszeitung Analysten.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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