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Gewerbe & Handwerk: Die Aufträge sind da, mit den Erträgen sieht’s schlecht aus

01.10.2007

Entsprechend eingeschränkt sieht KMU Forschung-Leiter Walter Bornett auch die Möglichkeiten der Mitarbeiter-Beteilung.

"Den Betrieben bleiben vor Steuern 2,5 Prozent des Umsatzes als Ertrag. 64 Prozent der Betriebe schreiben keine Gewinne, 45 Prozent sogar Verluste", betont Toifl. Bornett von der KMU-Forschung: Das Thema Mitarbeiterbeteiligung sei nur für jene Betriebe praktizierbar, deren Gewinne nach Steuern bei über fünf Prozent liegen.

Als Mitarbeiterbeteiligung sieht Toifl nur die Möglichkeit einer freiwilligen Erfolgsbeteiligung. Bei einer Erfolgsbeteiligung seien jedoch nicht die Mitarbeiter, sondern Staat und Sozialversicherung die Gewinner: "Das Thema ist für 99 Prozent unserer Betriebe ungeeignet, da es das Steuer- und Sozialsystem nicht zulässt."

Kosten fressen die Erträge auf

Enorm seien derzeit die Kostenexplosion bei Energie, Öl, Eisen und Stahl sowie der Zuwachs bei den Arbeitskosten. Gefordert werden daher für die Herbstlohnrunde: moderate Abschlüsse mit 0,6 bis einem Prozent über der Inflationsrate.

Immerhin - laut Bornett ist der durchschnittliche Auftragsbestand in investitionsgüternahen Bereichen im Vergleich zum Vorjahresquartal um sieben Prozent gestiegen. Ausschlaggebend: die positive Entwicklung der privaten und gewerblichen Nachfrage (plus 6,5 Prozent) wie auch der öffentlichen Aufträge (plus 9,8 Prozent). Im konsumnahen Bereich hat sich der Saldo aus Unternehmen mit Umsatzsteigerungen und -rückgängen um sechs Prozentpunkte verbessert.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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