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Welcome ... and goodbye: Ab Ende Mai ist die Wemo NetCam von Belkin Elektroschrott.

Gestern smart, morgen Elektroschrott: Belkin schaltet vernetzte Kameras ab

14.05.2020

Mit Ende Mai werden die Cloud-Server für die vernetzten Wemo NetCams von Belkin abschalten. Danach sind diese unbrauchbar und eignen sich höchstens noch als Anschauungsmaterial für gescheiterte Smart Home-Produkte. Einige Kunden können Rückerstattungen geltend machen, es wird ihnen aber schwer gemacht.

Für Kameras innerhalb der zweijährigen Garantiefrist gibt's Geld retour.

Im Grunde erinnert dieses Vorgehen an Revolv, wo man die Server bereits 2016 abschaltete. Kurz nachdem Google die Firma übernommen hatte, wurden die gleichnamigen Smart Home-Steuerungszentralen abgeschaltet und damit nutzlos.

Jetzt macht Hersteller Belkin dasselbe. Der US-Hersteller kündigte an, dass der Betreiber der von Belkin genutzten Video-Service-Plattform am 29. Mai seinen Dienst abschalten wird. Damit werden auf einen Schlag alle Wemo NetCams unbrauchbar. Man könne die Kameras danach zwar mit dem heimischen WLAN verbinden, aber man könne „weder den Video-Feed ansehen noch auf die Sicherheitsfunktionen Ihrer Wemo NetCam, wie zum Beispiel Bewegungs-Clips und Bewegungs-Benachrichtigungen, zugreifen“, heißt es in der Mitteilung. Die Überwachungskamera ist somit keine Überwachungskamera mehr – und auch kein Bewegungsmelder.

Kunden, deren Kameras noch in der zweijährigen Garantiezeit sind, können dafür eine Rückerstattung beantragen – alle anderen gehen leer aus. Leicht wird es aber ohnehin nicht, von Belkin Geld zu sehen. Eine Rückerstattung gibt es nämlich nur, wenn man einen Kaufbeleg „von einem autorisierten Händler von Belkin- und Wemo-Produkten“ beilegt. Preis und Kaufdatum müssen daraus hervorgehen. Anträge können bis zum 30. Juli 2020 gestellt werden. In Europa soll der komplette Kaufpreis zurückerstattet werden. Für Geräte, die älter sind als zwei Jahre, gibt’s keinerlei Geld retour – auch nicht anteilig.

Das Vorgehen von Belkin zeigt einmal mehr ein grundsätzliches Problem der vernetzten Gegenwart. Immer mehr IoT-Geräte verlieren ohne Server oder Cloud teilweise oder gänzlich ihre Funktion. Und obwohl kein technischer Defekt vorliegt, werden sie damit Elektroschrott.

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