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Thomas Hofstätter (Vertriebsleiter Gekko-It-Solutions), Gerhard Zoubek (Geschäftsführer Adamah Bio-Hof), Philippe Narval (Geschäftsführer Europäischen Forum Alpbach), Johannes Kunschert (Geschäftsführer Gekko-It-Solutions) (v.l.n.r) auf der Terrasse der Gekko-It-Solutions.

Gekko-It-Solutions: Gesundes und nachhaltiges Wirtschaften

28.06.2016

„Wie Nachhaltigkeit die Wirschaft revolutioniert“ war Thema beim zweiten Teil der Business Breakfast Reihe in den Geschäftsräumlichkeiten der Gekko-It-Solutions in Wien.

Bekanntlich ist Wachstum das Um und Auf für ein gesundes Wirtschaften. Nachhaltigkeit ist dabei von besonderer Bedeutung für ein Unternehmen, denn der Bogen spannt sich hier vom Geschäftsmodell über ressourcenschonende Produktionsmethoden bis hin zu stabilen Geschäftsbeziehungen.

Biologische Landwirtschaft und Nachhaltigkeit

Als erster Redner stellte der Visionär und Geschäftsführer Gerhard Zoubek vom Adamah Biohof seine Sichtweise zur Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft am Beispiel seiner Branche vor. Der Name Adamah bedeutet im hebräischen so viel wie „Aus der Erde genommen“ und soll darauf hinweisen, dass gesunde Erde ein gesundes Pflanzenwachstum und damit eine gesunde Ernährung für die Menschen bietet. Er will den Wert von Lebensmitteln wieder in ein anderes Licht rücken, denn es werden lediglich zwölf Prozent und somit an dritter Stelle der Ausgaben eines Haushalts für das essentiellste eines Menschen, die Ernährung, aufgewendet. Dies wirkt wie eine Geringschätzung von Lebensmitteln und entspricht der weit verbreiteten Geiz-ist-Geil-Mentalität im Supermarkt bei der die Schönheit und nicht die Qaulität dominiert. Doch ein billiges Lebensmittel kann es in der konventionellen Landwirtschaft nicht geben – es muss jemand dafür bezahlen, sind es die Menschen in der dritten Welt, die Tiere und Pflanzen oder die Umwelt. Diese „Zwangsernährung durch vorbeugend gespritzte Pflanzen“, so Zoubek kann nicht nachhaltig sein, denn „ein bissl schwanger gibt es nicht. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Immerhin befinden sich „In einer handvoll Erde so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde“, verdeutlicht Zoubek die Verantwortung eines Landwirts, „Der Bioanbau endet nicht bei den Spritzmitteln. Nachhaltigkeit hat auch damit zu tun wie sozial ich mit meiner Umwelt umgehe." Er fordert ein vermehrtes regulatives Eingreifen der Politik um Unterstützung für seine Anliegen zu bekommen.

Auf Qualität setzen

Auf 70 Hektar begann er im Jahr 1997 auf seinem inzwischen auf 100 Hektar erweiterten Familienbetrieb mit dem Anbau von Feingemüse, Salaten und Kräutern. Die Umstellung auf biologische Landwirtschaft dauerte zwei Jahre, denn ein Biobauer düngt den Boden und nicht die Pflanze, auch muß er die Fruchtfolge einhalten. Seit 2001 beliefert der Biohof direkt zum Kunden nach Hause und ins Büro – heute sind es 20.000 Kunden in Wien und Umgebung, davon 90 Prozent private Abnehmer.

Für die Zukunft sieht Zoubek vermehrten Einsatz von Hi-Tech und Wissenschaft in der Bewirtschaftung von Ackerböden. War früher die Auswahl von Mitarbeitern nach ihrer Bioaffinität von Bedeutung, sind es jetzt Bodenkulturabsolventen die er benötigt. „Die Bioaffinität bringe ich ihnen schon noch bei“, so Zoubek abschliessend.

Nachhaltigkeit im Unternehmen schaffen

Im zweiten Teil zeigte der Geschäftsführer des Europäischen Forum Alpbach Philippe Narval auf, wie sich Unternehmen auf Nachhaltigkeit ausrichten können. Dabei standen sowohl die eigene Organisationsentwicklung und demokratiepolitische Aspekte im Vordergrund, als auch die Digitalisierung im Kontext der Nachhaltigkeit.

„Wir erleben den größten Umbruch durch Digitalisierung in der Gesellschaft und Arbeitswelt seit Erfindung des Buchdrucks“, gibt Narval zu bedenken. Doch das Thema Digitalisierung erlebt in der öffentlichen Diskussion in Europa zurzeit eine Negativspirale, wie am Beispiel die Meinung bezüglich Überwachungskameras. Da Modelle fehlen, was nach einer Wachstumsgesellschaft kommen kann, bieten die Möglichkeiten der Digitalisierung die Chance breite Teile der Bevölkerung durch Interaktion, Mitbestimmung und E-Voting in die Überlegungen einzubinden und die Demokratie in Europa zu erneuern. In Unternehmen kann der Mitarbeiter nachhaltig zu Loyalität und selbstständiges Arbeiten animiert werden.

„Bei uns steht der Mensch und das Vertrauen im Mittelpunkt“, erörtert Narval die Organisationsphilosophie. Das Forum Alpbach beschäftigt als Organisation zwanzig Mitarbeiter unter denen keine Hierachien herrschen und die einer Kernzeit von 11 bis 15 Uhr unterliegen. „Es wird kein expansives Wachstum angestrebt, sondern ein vernetztes Wachstum. Wir holen Leute ins Team, die Qualität mitbringen und es werden strategische Kooperationen gebildet“, führt Narval weiter aus.

Das Forum Alpbach wurde nach dem Krieg 1949 als Friedensprojekt gegründet und veranstaltet unter anderem Diskussionsveranstaltungen bei Wiesenpicknicks und in Dorfgasthäusern um eine Dialogplattform für Lösungen zu komplexen Themen zu finden.

Im August werden insgesamt 5000 Teilnehmer, darunter zahlreiche Studenten, unter der Leitung ehrenamtlicher Moderatoren an einer siebentägigen Seminarwoche teilnehmen. Gemeinsam werden Ideen zu Europa, Kulturpolitik und Stadtplanung erstellt. So wurde letztes Jahr wurde ein Treffen von 120 Bürgermeistern zur noch immer aktuellen Flüchtlingskrise initiert und das erste Handbuch zur Integration herausgebracht.

Inspiriert von den Vorträgen diskutierten die Gäste anschließend bei sonnigem Wetter auf der Terrasse der Gekko-IT-Solutions.

Autor/in:
Edwin Tschörch
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