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Geizhals springt auf den „Festplatten-Zug“ auf: Speichermedien-Abgabe macht 108 Millionen aus

22.02.2013

Nach Media-Saturn, Hartlauer und A1 hat die Plattform für modernes Urheberrecht den nächsten prominenten Unterstützer an der Hand. Geizhals.at tritt bei. Für Plattformsprecher Damian Izdebski kommt diese „Verstärkung“ gerade recht, „denn die drohende Belastung könnte viel höher ausfallen, als bisher angenommen.“ Gerhard Ruiss von „Kunst hat Recht“ bezeichnet den Handel als "unglaubwürdig".

Satte 108 Millionen Euro hätte 2012 die Urheberrechtsabgaben-Gesamtbelastung ausgemacht, also die bereits bestehenden Abgaben gemeinsam mit den geplanten. Diese Summe errechnet sich aus den von der GfK erhobenen Verkaufszahlen. Für Geräte, für die bereits eine Abgabepflicht besteht, werden bei der Rechnung die Vertragstarife herangezogen. Für alle anderen Geräte werden die veröffentlichten Tarife der Austro-Mechana angewandt, die sogenannten autonomen Tarife.

„Handel hat ein Glaubwürdigkeitsproblem“

An diese Zahlen will die Initiative „Kunst hat Recht“ nicht glauben. "Der Handel hat ein echtes Glaubwürdigkeitsproblem", meint Initiator Gerhard Ruiss. Die „Plattform für ein modernes Urheberrecht“ mache sich mit dieser Rechnung „unglaubwürdig“. Denn mit den festgesetzten autonomen Tarifen, die derzeit von Gerichtsurteilen blockiert werden, dürfe man nicht rechnen.

„Kunst hat Recht“ weist auf den von Fachköpfen als „unbrauchbar“ geprügelten und auch von Politikern stark kritisierten Entwurf  der URA-Novelle des Justizministeriums hin. In diesem wird von unrealistisch wirkenden zehn Millionen Euro an zusätzlicher Belastung für Handel und Konsument gesprochen.

108, Millionen Belastung für Verbraucher und Handel

Izedebski sieht’s anders. Die über 108 Millionen Euro sind Realität, wenn die erweiterte URA kommt. Über niedrigere Speichermedien-Abgaben will er nicht verhandeln. Dafür gebe es keinen Anlass, weil das ganze Tarif-Konzept danebengreift, wie er zu Journalisten sagt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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