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"Geiz ist geil" reicht Kunden nicht mehr: auf Beratung und Qualität kommt’s an

16.03.2010

"Die mediale Überflutung macht es vielen Kunden häufig sehr schwer, eine klare Kaufentscheidung zu treffen. Aus diesem Grund ist der Point of Sale so relevant wie nie. Wer hingegen nur mit dem kleinsten Preis wirbt, begeht schnell einen Fehler", sagt Franz Kühmayer, Gesellschafter on tour Consulting zu pressetext. Laut dem Experten komme es vielmehr auf ein bedarfsgerechtes Angebot an.

 
"Der bekannte Werbeslogan ,Geiz ist geil' reicht vielen Kunden nicht mehr aus und ist nicht länger das Maß aller Dinge. Kunden sind dazu bereit, für Beratung und Qualität mehr Geld auszugeben", sagt Markus Leitner, Geschäftsführer on tour Consulting. So komme es vielmehr auf individuelle Beratung und in Zeiten des E-Commerce auf Erreichbarkeit, Versand- und Beschwerdemanagement an. Die "Low-Cost-Strategie" werde somit zunehmend von fairen Preisen abgelöst. Denn diese böten in den meisten Fällen auch ein Mehr an Beratung und Kundenzufriedenheit.

Davon könne der Einzelhandel natürlich profitieren. Franz Kühmayer kommt im Rahmen eines Vortrags der Wiener Praxistage 2010 zu dem Schluss, dass zirka zwei Drittel der Kaufentscheidungen von Kunden noch vor Ort in den Geschäften stattfinden. Deshalb sei es wichtig, den Einkauf positiv zu stimulieren und beratend zu unterstützen. 

"Wird die Technologiesierung des POS in Erwägung gezogen, dann darf nicht nur an einem Punkt - wie am Beispiel von Selbstbedienungskassen deutlich wird - angesetzt werden. Vielmehr muss es eine 360-Grad-Sicht geben, die auf der gesamten Wertschöpfungskette strategische wie operative Aspekte einschließt", meint auch on tour Consulting-Gesellschafter Oliver Kenn auf pressetext-Nachfrage. Dies bezieht sich neben der Schaffung von Einkaufserlebnissen auch auf das inzwischen populär gewordene "Extrem-Cross-Selling". Cross-Selling meint den Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen. Es geht dabei um eine ganzheitliche Verkaufsstrategie, die den umfassenden Bedarf des Kunden erfasst und so weit wie möglich mit eigenen Leistungen abdeckt.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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