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Gebremstes Expansionstempo im deutschen Handel

14.09.2016

Eine Studie welche das EHI in Kooperation mit der Hahn-Gruppe durchgeführt hat zeigt, dass immer mehr Händler auf die Bremse treten müssen und Expansionen immer schwieriger werden. Sinkende Umsätze und rückläufige Passantenfrequenzen sind Grund dafür. Trotzdem sind die Erwartungen der Händler an Umsatz und Standortentwicklung positiv.

Insgesamt 71 Expansionsleiter des Einzelhandels und der Gastronomie aus ganz Deutschland haben sich an der Erhebung beteiligt. Untersucht wurden die Expansionstrends 2016 für ganz Deutschland.

Der Großteil der befragten Händler hatte im letzten Jahr eine stabile Passantenfrequenz zu verzeichnen. In Fachmarktzentren konnte sogar eine um 20 Prozent gestiegene Frequenz verzeichnet werden. Anders ist dies jedoch in Shopping Centern und in innerstädtischen Geschäftsstraßen. Hier war ein Rückgang von 36 beziehungsweise 32 Prozent zu beobachten. Als Hauptursache gilt die Konkurrenz aus dem Internet sowie ein unattraktiver Branchenmix oder Leerstände, die das Stadtbild beeinträchtigen.

Um gegenüber dem Onlinehandel konkurrenzfähig zu bleiben setzen die meisten Händler auf die klassischen Stärken des stationären Handels. So ist den Händlern die Einkaufsatmosphäre besonders wichtig. Verbessert werden soll diese durch entsprechende Ladenbaumaßnahmen und eine kompetente, persönliche Berater.

Die rückläufige Passantenfrequenz sorgt für unterschiedliche Umsatzerwartungen. Knapp die Hälfte der befragten Händler erwarten sich im zweiten Halbjahr steigende Umsätze. Der Anteil der Vertriebslinien welche mit stabilen Umsätzen rechnen ist jedoch von 51 auf 32 Prozent gesunken. 20 Prozent der befragten Händler rechnen sogar mit rückläufigen Umsätzen. Trotzdem überwiegt die Expansionsbereitschaft.

Mehr als die Hälfte der Befragten möchten im Jahr 2016 über mehr Standorte verfügen und arbeiten daran ihr Filialnetzt stetig auszubauen. Nur 17 Prozent der Händler möchten in Zukunft mit weniger Läden auskommen. Mehrheitlich handelt es sich dabei um Großfilialisten mit mehr als 500 Filialen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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