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Futura: die Auswertung der Befragung

13.10.2014

Das Bundesgremium des Elektro- und Einrichtungsfachhandels führte über die Branchenmesse Futura in Salzburg eine Befragung bei seinen Mitgliedern durch. Grund dafür waren kritische Beurteilungen von Besuchern und Ausstellern. Bis heute haben laut Bundesgremium mehrere hundert Unternehmen geantwortet und interessante Ergebnisse geliefert:

"Die Futura wird in dieser Form nicht mehr stattfinden", sagte Budnesgremialobmann Wolfgang Krejcik kürzlich zu Elektrojournal Online. Jetzt sind die Ergebnisse durchgeführten Umfrage da. Mehr als 75 Prozent der Teilnehmer der Befragung haben die Futura besucht. Die Messe wurde durchschnittlich von fünf Angehörigen eines Unternehmens an zwei Tagen besucht. Ein Großteil der Befragten findet, dass Salzburg der richtige Ausstellungsort für eine reine Fachmesse sei. Jedoch fordern viele Mitglieder bei dieser Frage auch eine Publikumsmesse, wobei dann ausnahmslos Wien als Messestandort genannt  wird.
    
Über 80 prozent sind mit der Terminwahl Mitte September einverstanden. Einige regen jedoch an, die Futura im April abzuhalten, da zu diesem Zeitpunkt Neuheiten präsentiert werden können und dafür eine Ordermesse im September. Die Messedauer sollte auf drei Tage (Donnerstag-Samstag)  reduziert werden, denn der Sonntag mit seiner „Aufbruchstimmung und Sparbesetzung“ sei höchst demotivierend.        

Bei der Frage, welche Lieferanten auf der Futura vermisst wurden, gibt es die meisten Antworten. Wichtige Firmen fehlen bereits jetzt bzw. haben einige Aussteller der Futura 2014 ihr Fernbleiben für 2015 angekündigt.
Folgende Firmen in alphabetischer Reihenfolge wurden hauptsächlich  genannt: Beko, Braun, Duracell, Elektra Bregenz, Estro, Gigaset,  Gorenje, Nespresso, Panasonic, Procter&Gamble, SEB (Tefal Krups Rowenta), Sony, Telekom-Netzbetreiber, Tiptel, Triax, Yamaha

Bei der Nachfrage, warum die Futura 2014 nicht besucht wurde, haben diese Händler folgende Gründe angegeben:
* zu wenige Aussteller
* keine Neuigkeiten
* teilweise kein Interesse der Aussteller am Messebesuch
* keine wirklichen Messeangebote, da diese zum Großteil bereits Wochen vorher angeboten wurden
* wirkt wie eine billige Ostblockmesse , hat keinerlei Flair, es herrschte schlechte Stimmung

Auf die Frage, was würde den Händler wieder zum Besuch einer Futura veranlassen, gab es hauptsächlich folgende Antworten:
* mehr namhafte Aussteller
* Publikumsmesse in Wien
* attraktive Angebote
* wirkliche Neuigkeiten
* am Sonntag Standabbau nicht bereits um 12h
* eine richtige Technik-Messe, keine immer kleiner werdende Haushaltsmesse
* Aussteller auch aus anderen Bereichen der Elektrotechnik (Gebäudeautomation, Licht, E-Installation,
   MSR, PV usw..)

 

Das Bundesgremium bekennt sich ausdrücklich zu einem jährlichen Branchenevent aus folgenden Gründen:

·         Präsentation von Neuheiten

·         Messeangebote für den Handel

·         kleinere Lieferanten sollen mehr Händler ansprechen können 

·         Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für unsere attraktiven Produkte steigern

 

Die erheblichen Kosten für die Futura 2014, die Lieferanten aufwenden  – dieses Geld ist ja Geld der gesamten Branche für Werbung und Marketing – dürfte jedoch für die Zahl der Besucher nicht angemessen sein, heißt es seitens des Bundesgremiums. Laut Befragung haben durchschnittlich fünf Personen eines Händlers an zwei Tagen die Futura 2014 besucht, also ca. 600 – 700 Handelsunternehmen. Bei ca. 2.400 aktiven Elektrohändlern in Österreich würde dies bedeuten, dass lediglich 25 Prozent aller Händler bei der Futura waren.

Interessant ist auch die breite Forderung, neben den Fachhandelstagen, die Messe einige Tage für das Publikum zu öffnen. Fordern lässt sich leicht, wenn man die Aufwendungen und Kosten selbst nicht tragen muss. Daher wird das Bundesgremium in einer zweiten Runde nun unsere Lieferanten befragen, um ihre Wünsche und Forderungen kennenzulernen. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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