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Futura 2014: Weniger Besucher - aber die dafür in optimistischer Stimmung

24.09.2014

Der Besucherschwund war schon in den Messehallen kaum zu übersehen, jetzt ist er auch offiziell: 7.052 Besucher, also um rund 1.400 weniger als im Vorjahr (8.425), beehrten den herbstlichen Branchentreff. Entsprechend zwiespältig fällt auch das Fazit aus. Erfreulich: fast alle Aussteller berichteten über eine gute Stimmung im Handel und dass dieser wieder Rückenwind verspüre.   

250 nationale und internationale Marken aus den Bereichen UE, große und kleine Haushaltstechnik sowie Telekommunikation präsentierten sich Ende vergangener Woche (18. bis 21. September 2014) auf der Fachmesse. Exakt 7.052 Fachbesucher nutzten den zentralen nationalen Branchenevent auch, um sich über die in sieben Hallen des Messezentrums vorgestellten neuesten Trends zu informieren und ihre Orderdispositionen zu treffen.

„Auch wenn heuer der Fachbesucherzuspruch im Vergleich zum Vorjahr hinterhergehinkt ist, mit der 16. Futura hat die Branche wieder einen starken Auftritt geboten und damit bewiesen, wie wichtig es ist, die allerneuesten und in die Zukunft weisenden Produkte und Entwicklungen nach der IFA dem heimischen Fachhandel in kompakter und repräsentativer Form vorzuführen. Gerade in Anbetracht des anhaltend schwierigen Marktumfeldes und der massiven Umwälzungen innerhalb der Branche zählt das Erreichte doppelt positiv“, bekräftigt Johann Jungreithmair, Noch-Chef von Reed Exhibitions Messe Salzburg. „Die Besucher profitieren davon, hier die für sie richtigen Ansprechpartner anzutreffen und klarerweise vom attraktiven Aufwand-Nutzen-Verhältnis insgesamt. Nationale Branchenplattformen wie die Futura sind für die Kontakt- und Vertrauenspflege zwischen Anbietern und Kunden und natürlich für die Geschäftsabwicklung unverzichtbar“, präzisiert  Gerhard Perschy, Bereichsleiter Messen bei Reed Exhibitions.

Zukunftsaspekte im Rahmenprogramm

Auf Anregung des FEEI wurde die Futura von einem Rahmenprogramm begleitet, das sich Zukunftsaspekten widmete. Wohin die Branchentrends gehen und welchen Herausforderungen sich speziell der Handel zu stellen hat, war Thema prominent besetzter Podiumsdiskussionen am Freitag und Samstag. „Dabei waren die Diskussionsrunden gezielt so zusammengesetzt, dass Eindrücke und Ausblicke vermittelt wurden, die über den Tellerrand der eigenen Branche hinausgingen“, merkt Messeleiterin Barbara Riedl an. Die Besucher goutierten dieses Angebot allerdings weniger, wie man an am eher spärlichen Besucherandrang feststellen konnte. Um vieles besser besucht war da schon die am Donnerstag stattfindende Preisverleihung im Lehrlingswettbewerb „Elektrohandelsprofi“ der Wirtschaftskammer Österreich.

"Zu wenig Frequenz, Teilnahme in Frage gestellt"

"Die Futura war für uns in Bezug auf die Gespräche mit unseren bestehenden strategischen Handelspartnern ein durchschlagender Erfolg. Wir sind daher - gerade was die Marke Bauknecht angeht - sehr optimistisch was die weiterhin positive Entwicklung unserer Premium Marke betrifft. Was hingegen die Möglichkeit zur Knüpfung von neuen Kontakten betrifft, war die Futura aufgrund der allgemein deutlich zurückgegangenen Frequenz absolut nicht zufriedenstellend. Ich sehe die Reed Messe, ebenso wie den Handel, hier gefordert, sich für die Zukunft Gedanken zu machen, wie man die Masse der Händler mobilisieren kann. Sollte hier kein neues, erfolgsversprechendes Konzept seitens der Messeleitung und des Handels vorgelegt werden, muss ich unsere Teilnahme an der Futura 2015 ernsthaft in Frage stellen", meint Bauknecht Geschäftführer Hannes Kolb.

BSH-Chef Michael Mehnert sagt: "Wir waren von der hohen Anzahl der Messebesucher aus dem Küchen- und Möbelhandel in diesem Jahr angenehm überrascht. Insgesamt erwarten wir uns von unseren Neuheiten und dem Futura-Auftritt einen positiven Impact auf das Endgeschäft und den Auftakt im Küchenmöbelhandel – der höhere Anteil des Messepublikums aus dem Küchen- und Möbelhandel konnte den diesjährigen Besucherschwund auf Seiten des Elektro-Fachhandels kompensieren. Es ist sehr schade, dass wir nicht mehr Kunden aus dem Elektro-Fachhandel mobilisieren konnten, denn es gibt in Österreich neben der Futura keine bessere Gelegenheit für den Fachhandel, sich über die Neuheiten der Branche zu informieren und Verkaufsargumente für die Produkte mitzunehmen.

"Mit Verlauf zufrieden"

Verlauf und Ergebnis der Futura wurden von der ausstellenden Wirtschaft sowie den Kooperationen positiv kommentiert. Alfred Kapfer, Geschäftsführer von Expert Österreich, meinte: „Insgesamt sind wir mit dem Verlauf der diesjährigen Futura zufrieden. Die Stimmung bei unseren Mitgliedsbetrieben ist gut – man merkt, dass in den letzten Monaten wieder frischer Wind in die Branche gekommen ist.“ Ähnlich äußerte sich Euronics-Vorstand Alexander Klaus: „Wir haben die Stimmung bei unseren Händlern als sehr positiv erlebt. Auch die Frequenz war zufriedenstellend. Wir sind Befürworter beider Veranstaltungen – Futura und Frühjahrsordertage. Beide Termine sowohl im Frühjahr als auch im Herbst sind für den österreichischen Handel wichtig.“

Michael Hofer von der Geschäftsleitung ElectronicPartner hingegen war weniger begeistert: „Wir haben diesmal etwas weniger Besucher als im Vorjahr erlebt – dies ist vor allem deshalb bedauerlich, weil die Anmeldezahlen im Vorfeld gut waren. Schade ist auch, dass die hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen mit zukunftsweisenden Themen nicht besser besucht waren. Wir sind weiterhin Befürworter der Futura und sind der Überzeugung, dass sich die Messe als wichtigste Plattform der Branche in Österreich mehr Besucher verdient hätte.“

Rundum zufrieden zeigte sich Alfred Janovsky, Geschäftsführer von Electrolux Hausgeräte und Obmann des Forum Hausgeräte: „Das Stimmungsbarometer im Handel ist gut und wir ziehen eine positive Bilanz. Die Veranstaltung macht Sinn für den österreichischen Markt – eine Fachmesse wie die Futura für den österreichischen Handel im Herbst ist wichtig.“ Dem stimmte auch Christian Koller, Branchensprecher des DVB-Forums und Geschäftsführer WISI, zu: „Die Futura ist für uns sehr positiv ausgefallen. Vor allem unser neuer Standort in der Halle 9 und die wesentlich bessere Frequenz bewerten wir mehr als positiv – ein Eindruck, den auch die Kollegen bestätigen. Von den Tagen her haben wir den Donnerstag als ausgesprochen gut erlebt, auch der Freitag war gut besucht, am Samstag war die Frequenz etwas schwächer, der Sonntag hat die Erwartungen erfüllt.“

Christian Blumberger, Branchensprecher des Forums Consumer Electronics und CEO HB Austria, resümiert positiv: „Die Futura stand bei der Unterhaltungselektronik im Zeichen von Ultra HD / 4K, Curved, OLED und Android als neue Technologien. Der Zuspruch der Besucher war dementsprechend gut und die Hersteller durchwegs zufrieden.“ Peter Pollak, Geschäftsführer von Dyson Austria und zugleich Branchensprecher Elektrokleingeräte: „Dyson ist sowohl mit der Frequenz am Stand wie auch mit dem Orderverhalten der Handelspartner sehr zufrieden. Die sehr positive Entwicklung der letzten Monate in einigen unserer Produktgruppen hat sicher auch dazu geführt, das Handelsunternehmen, die diesen Trend bisher nicht mitgemacht haben die Futura genützt haben, um sich besser über die Möglichkeiten zu informieren.“

Der Termin des nächsten Branchenevents wurde übrigens bereits fixiert. Am 10. und 11. April 2015 werden im Messezentrum Salzburg die Frühjahrsordertage stattfinden.

Erste bildliche Eindrücke von der diesjährigen Futura hat Elektrojournal Online ja bereits am Montag geliefert…  

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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