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Freundschaftsdeal? Bekam Kika-Boss Hypo-Grundstück zum Schnäppchen-Preis?

07.01.2010

Kika/Leiner-Chef Herbert Koch kaufte kurz vor Jahreswechsel ein 5732 Quadratmeter großes Grundstück am Wörthersee. Verkäufer war die Hypo Alpe Adria-Tochter KHBAG. Bis 2004 war Koch im Hypo-Aufsichtsrat. Jetzt poltern Kritiker: Der Kaufpreis sei viel zu niedrig. Das Finanzministerium will nun das Geschäft überprüfen.

Die Kärntner Opposition schäumt. Der ehemalige Aufsichtsrat der Hypo und jetzige Senior-Chef von Kika/Leiner, Herbert Koch, kaufte etwa eine Woche nach der Verstaatlichung der Hypo Group Alpe Adria von deren Immobilientochter KHBAG besagtes Grundstück. Laut einem Artikel im Wirtschaftsblatt soll der Kaufpreis rund sieben Millionen Euro betragen. Das sei aber weit unter dem eigentlichen Wert der sogenannten "Seevilla" und müsse überprüft werden, verlangen der Kärntner SPÖ-Chef Reinhart Rohr und Rolf Holub, Chef der Kärntner Grünen. Eigentlich sei das Grundstück zwölf bis 13 Millionen Euro wert, berichtet das Wirtschaftsblatt, das sich auf eine anonyme Aussagen einer deutschen Investorengruppe beruft.

"Völlig normales Grundstücksgeschäft"

Koch sieht in dem Deal aber kein Problem. Er könne auch keine "schiefe Optik" aufgrund seiner Kontakte zur Hypo erkennen. "Ich sehe darin ein völlig normales Grundstücksgeschäft, was total üblich ist. Wir haben natürlich gewusst, dass es in die Medien kommt, weil es der Hypo gehört hat. Dessen eingedenk haben wir es trotzdem gemacht, weil wir ein völlig reines Gewissen haben", so der Kika-Boss im ORF-Radio Ö1.

Trotzdem interessiert sich nun das Finanzamt für den Deal. Dort habe man von dem Geschäft erst aus den Medien erfahren. Bei einem Verkauf müsse aber auch ein Gutachten über den Wert des Grundstücks existieren. Ein solches konnte bislang nicht aufgetrieben werden.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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