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Flat-TV statt Aktienpaket: Anleger investieren lieber in Elektrogeräte

30.11.2011

Elektrogeräte sind derzeit beliebtere Anlageobjekte als Aktien. Die Angst vor steigender Inflation sowie der Werterhalt aus der Substanz sind die Treiber für den Trend, in Sachwerte zu investieren. Mit Aktien will man sich derzeit nicht die Finger und das Geld verbrennen.

Jeder dritte Deutsche hat seit 2007 in Sachwerte investiert, wie eine Studie der Sparda-Bank Hamburg und des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin zeigt. Statt wirklich zu investieren, wird konsumiert, besagt die Studie. Elektrogeräte werden dabei als äußerst attraktive Sachanlagen erachtet. Aktien werden dagegen nicht als Sachwert angesehen. Der beliebteste Sachwert der Deutschen sind übrigens Immobilien.

"Verstärkte Investitionsaktivitäten"

"Investitionen in Sachanlagen waren schon für viele Anleger vor der Krise ein Thema. In vergangener Zeit erkennt man aufgrund der Krise verstärkte Investitionsaktivitäten", sagt Matthias Krautbauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Steinbeis Research Center for Financial Services, im Gespräch mit pressetext. Sachwerte werden als "sicherer Hafen" angesehen und können aus Sicht der Anleger durch ihren hohen Substanzwert helfen, wirtschaftlich turbulente Zeiten zu überstehen.

Interessant ist die Relevanz von Nachhaltigkeit beim Kauf von Sachwerten. Fast jeder, der in Sachwerte investiert, berücksichtigt Nachhaltigkeitskriterien beim Kauf. "Nachhaltigkeit ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken und spielt auch für den Sachwerte-Anleger eine wichtige Rolle", so Krautbauer.


Ungleichverteilung

Die Ungleichverteilung des Vermögens erklärt, warum Aktien als Sachwerte in der Krise weitestgehend verschmäht werden. Zwei Drittel der Bevölkerung hat gar keine Mittel. Die gehobene Mittelschicht investiert überwiegend in weitere Immobilien und die Superreichen kaufen heute zunehmend physisches Gold, ihre Aktienbestände sind schon weitestgehend aufgefüllt.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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