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Alle Zahlen auf einen Blick.

Firmenpleiten: mehr angehäufte Passiva und mehr betroffene Dienstnehmer

26.09.2018

Die vorläufige Insolvenzstatistik des KSV1870 zeigt für die ersten drei Quartale des Jahres 2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 einen österreichweit leichten Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um knapp zwei Prozent auf 3.785 Insolvenzen. Parallel dazu sind auch die Passiva der insolventen Firmen um ein Fünftel auf 1.293 Millionen Euro angewachsen. Außerdem gibt es deutlich mehr betroffene Dienstnehmer.

Der KSV1870 veröffentlicht zum Quartalsende die hochgerechneten Insolvenzzahlen für Österreich. Diese zeigen für die ersten drei Quartale 2018 eine leichte Zunahme der Firmenpleiten von knapp zwei Prozent auf 3.785 Insolvenzen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit liegt dieser Zuwachs durchaus im prognostizierten Bereich und ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach durchschrittener Talsohle im vergangenen Jahr jetzt wieder mit Zuwächsen zu rechnen war. Dabei zeigte sich, dass sowohl die eröffneten Insolvenzverfahren (+ 2,2 %) als auch die mangels Vermögens nicht eröffneten Verfahren (+ 1,6 %) leicht zugelegt haben.

In Bezug auf die Passiva der insolventen Unternehmen zeigt sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 ein deutlicher Zuwachs. Denn die Schulden sind in den ersten neun Monaten des Jahres um rund 21 Prozent auf insgesamt 1.293 Millionen Euro gestiegen. Darüber hinaus hat auch die Zahl der von Unternehmensinsolvenzen betroffenen Dienstnehmer deutlich zugelegt: Diese hat sich um mehr als einem Fünftel auf insgesamt 14.200 Betroffene erhöht.
 
Im Bundesländervergleich zeigen sich für die ersten drei Quartale teils deutliche Unterschiede gegenüber 2017. Den größten Zuwachs gibt es in Niederösterreich mit einem Plus von fast einem Zehntel zu vermelden. Spürbare Anstiege konnten auch in anderen Bundesländern verzeichnet werden: Kärnten befindet sich mit einem Plus von rund neun Prozent auf Platz 2, gefolgt von Vorarlberg mit knapp sieben Prozent mehr Firmeninsolvenzen. Den deutlich größten Rückgang verzeichnet Tirol mit einem Minus von mehr als elf Prozent.

Autor/in:
Alexander Zechmeister
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