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Entwicklung der Elektro- und Elektronikindustrie – der Produktionswert 2016 in Mrd. Euro.

FEEI-Jahrespressekonferenz: „Hochleistungsbranche Elektro- und Elektronikindustrie“

07.07.2017

Die Elektro- und Elektronikindustrie erweist sich einmal mehr als Hochleistungsbranche: Die Produktion wuchs 2016 um 7,1 Prozent auf ein Rekordhoch.

Brigitte Ederer, Präsidentin des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), präsentierte anlässlich der FEEI-Jahrespressekonferenz vom 7. Juli 2017 den Wirtschaftsbericht für das Jahr 2016: „Die Elektro- und Elektronikindustrie erwies sich einmal mehr als Hochleistungsbranche.“

Mit 15,3 Milliarden Euro erreichte der abgesetzte Produktionswert der Branche erneut ein Rekordhoch. Die Exportquote lag fast unverändert bei rund 80 Prozent, war in absoluten Zahlen jedoch mit 1,5 % leicht rückläufig. Der Umsatz expandierte kräftig um 10,2 % auf 18,9 Mrd. Euro.

Die positive Entwicklung der Branche fand auch in der Zahl der Beschäftigten ihren Niederschlag: Mit Ende 2016 belief sich die Zahl der Arbeiter und Angestellten auf 62.058. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einer Zunahme von 821 Beschäftigten oder 1,3 %. Die Kapazitätsauslastung ist weiterhin hoch.

Gerade Unternehmen der Elektro- und Elektronikindustrie, die in der Digitalisierung sehr weit fortgeschritten sind, suchen händeringend nach Fachkräften und stocken ihre Belegschaft oft signifikant auf, so Ederer.

Die Unternehmen der heimischen Elektro- und Elektronikindustrie exportierten 2016 Produkte und Dienstleistungen im Wert von 15,6 Mrd. Euro. Vor dem Hintergrund einer schwächelnden Konjunktur in der Europäischen Union – dem mit 64 Prozent Anteil an den Gesamtausfuhren wichtigsten Absatzmarkt – waren die Exporte nach starken Zuwächsen 2015 (+4,1 %) im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 1,5 % leicht rückläufig.

Für den leichten Exportrückgang verantwortlich zeichnete unter anderem ein Minus von 2,8 Prozent im zweitwichtigsten Exportmarkt USA (Nordamerika gesamt -2,4%), nach deutlichen Steigerungen in den vorangegangenen Jahren.

Die Exporte nach Asien stagnierten mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Maßgeblich dafür waren nicht zuletzt Rückgänge in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Südkorea. Die Nachfrage aus China zog dagegen um 11,4 % an.

Fast alle Sparten erzielten ein Produktionsplus. Eine starke Steigerung (plus 16,1 %) verbuchten elektronische Bauelemente, die mit einem Anteil von 16,7 % am Gesamtproduktionswert die größte Sparte darstellen und allgemein als Frühindikator für die gesamte Branchenentwicklung gelten.

Die Hersteller von Generatoren, Transformatoren und Motoren (13,2 % Anteil am Gesamtproduktionswert) konnten ihre Produktion wieder um 3,0 % steigern. Elektrische Verteilungs- und Schalteinrichtungen wuchsen um 7,8 % an.

Den stärksten Zuwachs verzeichneten einmal mehr die Hersteller von Komponenten für die Automobilindustrie mit 23,2 %. Lediglich elektronische Hausgeräte, Mess-, Kontroll- und Prüftechnik sowie sonstige elektrische Ausrüstungen verzeichneten einen leichten Rückgang.

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie blickt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr 2017. Sowohl der abgesetzte Produktionswert (plus 23,1 %) als auch der Auftragseingang (plus 28,8 %) lagen im ersten Quartal deutlich über dem Vorjahresniveau.

Diese Tendenz untermauert auch die Entwicklung der Exporte mit einem Plus von 5,9 %. Der weiterhin niedrige Euro-Kurs und die nach wie vor moderaten Energie- und Rohstoffpreise sollten die Ausfuhren der Branche begünstigen. Österreich als Exportland dürfte vom prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft (3,6 %) profitieren.

Ederer warnte in der FEEI-Jahrespressekonferenz auch vor einer Erosion der Schlüsseltechnologien in Europa: „Österreich übernimmt in der zweiten Jahreshälfte 2018 den Vorsitz des EU-Rats. Es ist wichtig, dass Österreich diese Chance wahrnimmt und industriepolitische Inhalte auf die Agenda setzt. In Vorbereitung auf den Ratsvorsitz erarbeitet die Elektro- und Elektronikindustrie für die neue Bundesregierung daher ein standort- und industriepolitisches Papier.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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