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Lothar Roitner, FEEI-Geschäftsführer: „Die Vernetzung und Automatisierung des Produktionsprozesses basiert ganz wesentlich auf immer intelligenteren Robotern.“

FEEI begrüßt die Etablierung eines Roboter-Rats

25.08.2017

Laut FEEI-Geschäftsführer Roitner ist die Aufstockung der Forschungsförderung notwendig, um in der Robotik an die Weltspitze aufzuschließen.

Im Rahmen des Forums Alpbach 2017 hat Technologieminister Jörg Leichtfried den Roboter-Rat präsentiert, der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) begrüßt diesen.

Das Beratungsgremium wird unter der Leitung von TU-Professorin Sabine Köszegi eine gesamtgesellschaftliche Strategie und Empfehlungen an die Politik zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz erarbeiten. Im Vordergrund steht dabei neben der Abschätzung möglicher Risiken auch die Frage, wie die heimische Wirtschaft noch mehr von diesen Technologien profitieren kann.

Dazu Lothar Roitner, FEEI-Geschäftsführer: „Eine Versachlichung der Diskussion tut dringend Not, denn entgegen landläufiger Befürchtungen sind es gerade die hochdigitalisierten Unternehmen, die massiv Arbeitsplätze schaffen, weil automatisierte Produktionsanlagen mehr Produktivität und damit mehr Wettbewerbsfähigkeit bedeuten.“

In Österreich rechnen Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und Arbeitsmarktservice (AMS) bis 2020 mit nicht weniger als 40.000 neuen Arbeitsplätzen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Roitner weiter: „Speziell die Unternehmen unserer Branche suchen als Vorreiter der Digitalisierung oft händeringend nach Ingenieuren, Informatikern oder Mechatronikern. Roboter gefährden also keine Arbeitsplätze, sondern schaffen vielmehr zusätzliche Beschäftigung.“

Der Industrietrend zu sogenannten kollaborativen Robotern – also Robotern, die gemeinsam mit Menschen arbeiten – bestätige das.

Für den FEEI-Geschäftsführer ist folglich eine Aufstockung der Forschungsförderung „absolut notwendig“. Letztlich sei das auch eine standortpolitische Frage, die über die Zukunftsfähigkeit der heimischen Industrie mitentscheide.

Roitner abschließend: „Nur Unternehmen, die in diese Technologie investieren, können erfolgreich wirtschaften und damit Wachstum und Beschäftigung generieren. Ohne Investitionen in Industrie 4.0 – und damit auch in Roboter und künstliche Intelligenz – wird sich auf Dauer die Produktion nicht in Europa halten lassen.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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