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Fahrplan nach der Orange-Übernahme: Für den Handel wird’s in den nächsten Wochen ernst

07.01.2013

Heute gab Hutchison 3G Austria bekannt, wie es nach der Übernahme von Orange weitergeht. Im dritten Quartal verschwindet die Marke Orange vom Markt. Die Marke 3 wird sich ändern. Für den Handel wird’s aber schon vor dem Rebranding ernst.

Wirklich Konkretes konnte oder wollte 3-Chef Jan Trionow noch nicht sagen, wie nach der Orange-Übernahme der Fahrplan für den Handel aussieht. Aber in den nächsten Wochen und Monaten soll es für die Händler ernst werden. Dann werden die spezifischen Informationen spruchreif sein, etwa wie's mit einem einheitlicher Ansprechpartner für die jetzt noch getrennten Marken Orange und 3 aussieht und welche Unterstützung und POS-Materialien sich die Händler von 3 erwarten dürfen.

Was die externen Distributoren für den Fachhandel angeht, arbeitet 3 bislang mit Brightpoint zusammen, Orange mit Tech Data Mobile (ehemals AKL).  Tech Data Mobile betreut mit 2013 auch einige Partner von Konkurrenten T-Mobile in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, der Steiermark und in Kärnten. Hintergrund: T-Mobile beendete bekanntlich mit Ende 2012 die Zusammenarbeiten mit dem bisherigen Distributor UpCom. So könnte Brightpoint die besseren Karten für eine weitere Zusammenarbeit haben. Ausgemacht ist aber noch nichts, wie gesagt, es steht noch kein spruchreifes Konzept für die künftige Handelsbetreuung und den Außendienst. „Das wird auch noch dauern“, so Trionow. Eben noch "ein paar Wochen, vielleicht Monate."

 

Für Kunden ab dem Q3 alles neu

 

Vor den Kulissen wird für den Kunden im dritten Quartal 2013 das Rebranding abgeschlossen sein. Dann wird es die Marke Orange nicht mehr geben, die Marke 3 in einer neuen Relaunch-Form um Marktanteile rittern. Die Orange-Verträge bleiben bestehen, die Nutzer haben aber Zugang zum 3-Netz, wovon sich Trionow Verbesserungen für die Kunden verspricht.   

 

Weniger Shops, weniger Mitarbeiter

 

800 Mitarbeiter sind heute bei Orange beschäftigt, 600 bei 3. Mit der Zusammenführung der Unternehmen wird es einen Abbau geben. Zahlen oder einen Zeitpunkt kann Trionow derzeit noch nicht nennen, er verspricht aber Transparenz. Geschlossen werden auch einige Shops. 150 Orange- und 3-Shops gibt’s in Österreich. Etwa 100 Shops werden bleiben.

 
T-Mobile hat derzeit 31 Prozent Markantteil, A1 (inklusive Yesss) 46 Prozent und 3 nun 22 Prozent. Trionow erwartet sich durch die Übernahme Synergien in der Höhe von 500 Millionen Euro. Dass nur mehr drei Mobilfunk-Anbieter am Markt agieren, führe zu mehr Wettbewerb, glaubt er. 

Allerdings muss 3 Frequenzen zur Verfügung stellen, wenn ein neuer, zusätzlicher Player in den Markt einsteigen will. Das gehört zu den Übernahme-Kriterien. Auch sogenannte virtuelle Betreiber ohne Infrastruktur muss 3 über besondere Netzzugangskonditionen den Einstieg in die hart umkämpfte Branche erleichtern. Mit UPC gibt’s hier bereit eine Vereinbarung.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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