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estro Strobl insolvent: Unternehmen wird geschlossen, CB Handel-Deal ist hinfällig

26.03.2019

Große Pläne, große Pleite? Eben noch hat der Salzburger Multimediaspezialist mit der Übernahme des kompletten Markenportfolios der CB Handels GmbH für Furore gesorgt, jetzt ist offenbar alles anders: estro Strobl musste heute Insolvenz anmelden. 35 Gläubiger sind betroffen.

Auf den Power-Days war die Welt noch in Ordnung: Key Account Manager Christian Strobl

Wie der AKV Europa berichtet, wurde heute beim zuständigen Landesgericht Salzburg ein Konkursverfahren eröffnet. Laut KSV1870 stehen bei dem 1977 gegründeten Unternehmen Aktiva von rund 477.000 Euro Passiva in Höhe von rund 715.000 Euro gegenüber.

Als Insolvenzursachen werden Schwierigkeiten beim Übergang auf ein technisch neues System genannt, zudem habe sich 2018 eine rückläufige Distribution bemerkbar gemacht – eine Sättigung im Produktbereich sowie der verstärkte Konsum über das Internet beeinträchtigten den Markt, schreibt der KSV1870. Die Umsatzminderung wirkte sich in der Folge negativ auf das Betriebsergebnis aus. Bankengespräche zur Verbesserung der Liquidität seien sehr restriktiv verlaufen.

Nachtrag: Wie Elektrojournal Online soeben erfahren hat, wird das Unternehmen geschlossen. Der Deal mit CB Handel ist hinfällig.  

Seit 1977 in der Branche

Die Unternehmensgeschichte begann bereits im Jahr 1977. Gegenstand war der Alleinvertrieb für Schwaiger Antennenprodukte, welcher später durch diverse andere Handelsgüter und Marken ergänzt wurde. Im Jahr 2008 kam es zu einer Expansion und in weiterer Folge auch einem Relaunch der Eigenmarke ESTRO und einer Sortimentserweiterung. Der Schwerpunkt lag in der Distribution von Marken der SAT-Empfangstechnik sowie CI-Modulen.

In den letzten Jahren kam es zu erheblichen Umsatzeinbußen im Geschäftsbereich der Schuldnerin, sodass Ende 2018 die wesentlichen Unternehmenswerte verkauft wurden; es konnten jedoch weder die Kosten des laufenden Betriebes noch die erste Kaufpreisrate bezahlt werden.

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