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Es boomt nicht nur: Corona hinterlässt auch im Online-Handel seine Spuren

16.10.2020

Bereits zum vierten Mal befragte der deutsche Händlerbund Online-Händler zu den Themen Retouren, Versand und Verpackung. Dass Corona auch diese Umfrage beherrschte, ist kein Wunder. Immerhin hat die Pandemie nach wie vor negative Auswirkungen auf den Bereich Verfügbarkeit und Lieferung von Waren.

Dank Corona boomt der Onlinehandel – möchte man jedenfalls meinen. Allerdings geht die Pandemie auch am e-Commerce nicht spurlos vorüber. So gab und gibt es nach wie vor besonders im Bereich Verfügbarkeit und Lieferung der Produkte große Probleme. An der Studie Studie des Händlerbunds beteiligten sich mehr als 220 Online-Händler, wobei vor allem kleine und mittelgroße E-Commerce Unternehmen befragt wurden.

Geringes Bestellaufkommen

Interessanterweise klagte jeder dritte Befragte über ein zu geringes Bestellaufkommen (33 Prozent). Wobei einige Sparten natürlich härter betroffen sind, als andere. Viele nahmen neue Produkte während der Corona-Krise in ihr Sortiment auf, weil es für sie wenig Sinn hatte, eigene Produkte, die derzeit nicht gebraucht wurden, anzubieten. Vor allem Waren rund um das Thema Feste und Geschenkartikel sowie Werbeartikel wurden nicht nachgefragt. Auch Grenzschließungen und verlangsamte Produktionsprozesse machten den Online-Händlern und Logistikunternehmen zu schaffen.

Vermehrte Retouren

Die Mehrzahl der befragten Händler gab außerdem an, dass sie aufgrund von Retouren ein Minusgeschäft verzeichnen (59 Prozent). Verstärkt aufgetreten seien auch die so genannten Spaßkäufer, die ohne echte Kaufabsicht Produkte bestellten und wieder zurückschickten. 67 Prozent der Befragten erhalten zudem beschädigte Retoure. Im Schnitt mussten 28 Prozent der Retouren mit Preisabschlägen von durchschnittlich 39 Prozent versehen werden. Im Vorjahr waren es 28 Prozent vom Ursprungspreis.

Beim Versand geht Sicherheit vor

Für die Wahl des Versandpartners stellen sich dem Shop-Betreiber generell viele Fragen. In diesem Jahr gaben Online-Händler ihrem Bedürfnis nach Sicherheit nach und entschieden sich deshalb vor allem für das Kriterium der Zuverlässigkeit (88 Prozent), wozu auch der Service der Sendungsverfolgung gehört (81 Prozent). Nachhaltigkeit (48 Prozent für eine CO2-arme Zustellung) und niedrige Kosten (59 Prozent) spielten bei Versanddienstleistern dieses Jahr eher eine nachgeordnete Rolle.

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