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Energiepreisindex: Höchstpreise bei Diesel und Benzin

02.02.2017

Der Energiepreisindex der Österreichischen Energieagentur kletterte auf ein 15-Monatshoch – Heizöl war beispielsweise im Dezember 2016 um 15 Prozent teurer als im Vorjahr.

Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, sieht den Energiepreisindex auf ein 15-Monatshoch klettern.

Der Energiepreisindex (EPI) für private Haushalte der Österreichischen Energieagentur stieg im Dezember 2016 um 1,2 Prozent auf 98 Index-Punkte und beendete das Vorjahr somit auf dem höchsten Stand seit September 2015.

Verantwortlich dafür waren steigende Treibstoff- und Heizölpreise. Gegenüber Dezember 2015 lag der EPI um 2,6 % höher, dies war gleichzeitig der stärkste Anstieg seit November 2012.

Für Benzin und Diesel mussten die privaten Haushalte im Dezember 2016 3,9 % mehr zahlen als zum gleichen Zeitpunkt 2015. Das war auch die stärkste Steigerung seit Oktober 2012. Die Teuerung fiel bei Diesel (+4,1 %) stärker aus als bei Superbenzin (+3,6 %). Damit erreichten die Diesel- und Benzinpreise mit Jahresende den höchsten Stand seit August bzw. September 2015.

Da Diesel über die letzten Monate stärker als Benzin angestiegen ist, schrumpfte auch die Preisschere zwischen den Treibstoffen von knapp 10 Cent im Mai, auf 4,6 Cent in Dezember.

Der Heizölpreis verteuerte sich am stärksten von allen Energieträgern: Haushalte zahlten für einen Liter Heizöl im Dezember 2016 satte 7,8 % mehr als im November. Im Jahresvergleich fiel der Unterschied noch deutlicher aus: hier kletterte der Preis um über 15 %, das ist der stärkste Anstieg seit Jänner 2012.

Feste Brennstoffe wurden im Dezember um 0,6 % teurer, angeführt von Brennholz (+0,7 %) und Pellets (+0,1 %). Holzbriketts gingen um 0,4 % zurück.

Mit dem Beschluss, ihre Fördermengen seit 2008 erstmals zu reduzieren, sowie mit einer weiteren Einigung der Förderkürzung mit sämtlichem nicht-OPEC Ländern, darunter auch Russland, hat die OPEC dem Ölpreis im Dezember einen kräftigen Schub gegeben. Die Sorte Brent stieg im Vergleich zu November um fast 9 Dollar bzw. 19 % auf 53,3 Dollar: Das war der höchste Stand seit Juli 2015.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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