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Elektrohandel "vorne" mit dabei: Konsumlaune im österreichischen Einzelhandel gedämpft

05.08.2013

Nach vorläufigen Berechnungen von Statistik Austria ist im österreichischen Einzelhandel der Umsatz im Juni 2013 im Vergleich zum Vorjahresmonat nominell um 1,1 Prozent und real um 2,8 Prozent gesunken. Elektrowaren waren von diesem Trend am stärksten betroffen, sowohl nominell (minus 2,9 Prozent), als auch real (minus 4,1 Prozent).

Am stärksten zeigte sich der Abwärtstrend beim Einzelhandel mit Möbel, Heimwerkerbedarf und Elektrowaren, der sowohl nominell (-2,9 Prozent) als auch real (-4,1 Prozent) ein Minus aufwies. Die Apotheken und der Einzelhandel mit Kosmetika mussten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Umsatzrückgänge von 0,4 Prozent nominell und 3,7 Prozent real hinnehmen. Auch der sonstige Einzelhandel zeigte sowohl nominell mit -0,7 Prozent als auch real mit -0,7 Prozent ein schwächeres Ergebnis.

Der Lebensmitteleinzelhandel konnte nominell ein leichtes Plus von 0,6 Prozent erwirtschaften; unter Berücksichtigung der Inflation ergab dies ein Absatzminus in der Höhe von 2,9 Prozent. Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln wies ein Umsatzminus von 2,6 Prozent auf, dies bedeutet einen realen Umsatzrückgang von 3,3 Prozent.

Erstes Halbjahr besseres Ergebnis
                                                                                                                               

Im Zeitraum von Jänner bis Juni 2013 lag das Ergebnis etwas besser, da für den gesamten Einzelhandel nominell ein leichtes Umsatzplus von 0,8 Prozent erzielt wurde. Das Absatzvolumen war im 1. Halbjahr 2013 um 1,2 Prozent niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die größte Umsatzsteigerung fand sich im Einzelhandel mit Lebensmittel – hier ist nominell ein Plus von 3,3 Prozent und inflationsbereinigt noch ein leichtes Plus von 0,1 Prozent zu verzeichnen. Der Einzelhandel mit Schuhen und Bekleidung erreichte nominell ein Plus von 0,4 Prozent und real Minus 0,2 Prozent. In den anderen Einzelhandelsbereichen sind sowohl die Umsatzzahlen als auch die Absatzvolumen gesunken.

149 Verkaufstage

Das Einzelhandelsergebnis für das erste Halbjahr 2013 wurde mit 149 Verkaufstagen – ein Einkaufstag weniger als im Vorjahreszeitraum – erzielt. Die vorläufigen Berechnungen der Umsatzindikatoren für den Juni 2013 wurden auf Basis von rund 52 Prozent des österreichischen Umsatzvolumens im Einzelhandel vorgenommen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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