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Elektroaltgeräte: Warnung vor illegalen Sammlern aus Osteuropa

26.09.2013

Die österreichischen Elektroaltgeräteentsorger sehen sich einer Konkurrenz durch illegale Sammler aus Osteuropa ausgesetzt, die die Geräte nur teilweise fachgerecht entsorgen würden. Auch einzelne Gemeindeverantwortliche sollen nicht korrekt handeln. Insgesamt gehen jährlich 15.000 Tonnen nach Osteuropa.

Das Problem sei, dass "Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert" werden, so Josef Moser, Bundesobmann der ARGE österreichischer Abfallverbände, am Dienstag vor Journalisten. Denn die für die illegale Sammlung uninteressanten Teile der Elektrogeräte würden oftmals in der Natur entsorgt, für deren Beseitigung müsste dann die Allgemeinheit aufkommen.

 

"Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass jährlich etwa 15.000 Tonnen alter Elektrogeräte illegal von Österreich ins östliche Ausland verbracht werden. Der heimischen Volkswirtschaft entsteht dadurch ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe", rechnete Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der Elektroaltgeräte Koordinationsstelle, vor. Falsch sei auch der Glaube mancher Verbraucher, mit der Übergabe von Altgeräten an osteuropäische Sammler eine gute Tat für arme Menschen zu setzen. Denn die Gewinne würden nicht bei den Armen ankommen, betonte Giehser.

 

Bei der Pressekonferenz wurde zudem betont, dass auch die Gemeindeverantwortlichen nicht immer korrekt handeln und manche nicht ganz unglücklich sind, wenn ihnen das Problem durch fahrende Sammler abgenommen werde. Dies sei aber eine kurzsichtige Denkweise.

 

Neben der Aufklärung über illegale Altgerätesammler aus Osteuropa wollen die Recycler verstärkt auch die Jugend ansprechen, denn diese würde ein schlechteres Sammelverhalten als ältere Österreicher aufweisen.

 

In dem im Sommer erschienen Elektrojournal 7/8 finden Sie ein ausführliches Interview mit Elisabeth Giehser.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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