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Elektroaltgeräte-Verordnung: Das UFH als Bevollmächtigter

11.08.2014

Die neue Elektroaltgeräte-Verordnung ist also in Kraft getreten. Sogenannte Bevollmächtigte sollen nun dafür sorgen, dass internationale Versender auch wirklich ihre Entsorgungsabgaben bezahlen. Einer dieser neuen Bevollmächtigten ist das UFH. Systeme kämen als Bevollmächtigte in Frage.

Wie ausführlich von Elektrojournal berichtete,  sind Händler, die innerhalb der Europäischen Union oder aus Drittländern Elektrogeräte grenzüberschreitend an Endkunden in Österreich verkaufen, ab sofort verpflichtet, einen so genannten „Bevollmächtigten“ zu benennen. Dieser Bevollmächtigte übernimmt alle Verpflichtungen für die Altgeräte-Entsorgung und haftet dafür. Damit möchte die Europäische Kommission insbesondere die Anzahl der Versender bzw. Online-Händler reduzieren, die für ihre verkauften Elektrogeräte keine Entsorgungsgebühren entrichten und so einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen erzielen, die diese gesetzliche Verpflichtung erfüllen.

 

In Frage als „Bevollmächtigte“ kämen die mit Elektrogeräten vertrauten Systeme, also die Recycler in Frage, sagte Bundesgremialobmann Wolfgang Krejcik in Elektrojournal 6/2014. Das sieht das UFH genauso und meldete sich. „Als UFH werden wir die Dienstleistung des Bevollmächtigten aktiv bei Fernabsatzhändlern bewerben. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, dass die Kosten für Sammlung und Verwertung von Elektroaltgeräten gerecht verteilt sind und die österreichischen Industrie- und Handelsunternehmen nicht unter Wettbewerbsverzerrungen zu leiden haben. Letztlich wird aber für den Erfolg des Bevollmächtigten entscheidend sein, wie gut die Behörden auf EU-Ebene zusammenarbeiten, um Trittbrettfahrer zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen“, meint dazu UFH-Geschäftsführer Thomas Faast.

 

UFH plädiert für Augenmaß bei „Re-Use“ von Elektroaltgeräten

 

Die in der EU-Richtlinie verlangten stärkeren Anstrengungen der Mitgliedstaaten für die Wiederverwendung alter Elektrogeräte sieht Faast in der Novelle der Elektroaltgeräte-Verordnung grundsätzlich gut umgesetzt: „Unsere Sorge ist allerdings, dass die Verpflichtung, bei den über 2.000 österreichischen Sammelstellen für Elektroaltgeräte zwei Mal im Jahr noch funktionsfähige Geräte auszusortieren, finanzielle Forderungen nach sich zieht, die durch den tatsächlichen und in der Verordnung intendierten Aufwand nicht gerechtfertigt sind.“ In diesem Zusammenhang wünscht sich Faast Unterstützung des Lebensministeriums bei den anstehenden Verhandlungen mit den Sammelstellenbetreibern.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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