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2015 wurden in Österreich 79.000 t Elektroaltgeräte gesammelt – eine Steigerung von 3 % gegenüber 2014.

Elektroaltgeräte-Sammlung: Österreich ist EU-Spitze

28.09.2016

2015 wurden in Österreich 79.000 Tonnen Elektroaltgeräte und 2.300 Altbatterien gesammelt, was einer Steigerung von 3 % bzw. 10 % gegenüber 2014 entspricht. In einer Pressekonferenz der Elektroaltgerätekoordinierungsstelle (EAK) wurde erklärt, noch mehr auf Aufklärungsarbeit zu setzen.

Anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz der Elektroaltgerätekoordinierungsstelle (EAK), der ARGE österreichischer Abfallwirtschaftsverbände und des Lebensministeriums vom 28. September 2016 wurden neue Herausforderungen bei der EAG- und Batterie-Sammlung erörtert.

Im Jahr 2015 konnte nach dem von der EU vorgegebenen Berechnungsschema (Anteil der gesammelten Masse zum Durchschnitt der in den drei vorangegangenen Jahren in Verkehr gesetzten Massen) in Österreich erstmals die 50 % Marke für Elektroaltgeräte durchbrochen werden.

Reinhard Mang, Generalsekretär im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, betonte, dass die von der EU festgesetzte Sammelquote ab 2019 dann 65 Prozent betrage: „Unser Arbeitsschwerpunkt im Zusammenhang mit den Altbatterien liegt heuer bei der Sammlung von Lithiumbatterien.“

Von den einzelnen Kategorien ist im letzten Jahr durchwegs erfreuliches zu berichten. So konnte die Quote der Großgeräte wieder leicht angekurbelt werden. Bei den Kühlgeräten und Lampen wurde – nach einem kurzen Einbruch im Jahr 2014 – ebenfalls wieder mehr gesammelt. Bei den Klein- und Bildschirmgeräten setzt sich der Anstieg weiter fort.

Elisabeth Giehser, Geschäftsführerin der EAK, erklärte: „Auch ich bin sehr erfreut darüber, dass wir die Sammelmenge von Elektroaltgeräten 2015 im Vergleich zu 2014 um drei Prozent steigern konnten.“ Die Haushaltssammelmasse stieg von rund 76.700 t auf fast 79.000 t, was pro Kopf einen Anstieg von 9,02 kg auf 9,27 kg bedeutet.

Hervorzuheben sei auch, so Giehser, dass die Kampagne hinsichtlich der Plattform „Stopp dem illegalen Export“ beginnt, Früchte zu tragen. Die Haushaltssammelmasse der Großgeräte stieg um fast 930 t oder 5 % auf rund 19.500 t an.

Um dieses Engagement zu würdigen, wird die EAK im Frühjahr 2017 zum zweiten Mal den „Elektro-Nick“, einen von der EAK 2015 ins Leben gerufenen Umweltpreis, speziell für Abfallberater vergeben.

Wolfgang Krejcik, Obmann des Bundesgremiums des Elektro- und Einrichtungsfachhandels, wies darauf hin, dass ein erster wichtiger Schritt in Richtung fairen Wettbewerb zwischen internationalen Versandfirmen und dem heimischen Elektrohandel im laufenden Geschäftsjahr bereits umgesetzt worden sei.

So müssen ab heuer alle Fernabsatzhändler, die Elektroaltgeräte nach Österreich liefern, einen Bevollmächtigten nennen, der jedes verkaufte Gerät melden muss. „Allerdings gibt es noch keine europaweit einheitlichen Prüfszenarien, ob wirklich jedes verkaufte Gerät auch korrekt registriert wird. Wir sind also noch nicht davon überzeugt, dass ausländische Onlinefirmen ihre Meldeverpflichtung hundertprozentig erfüllen. Die derzeitige Lösung für den Onlinehandel kann also nur eine Zwischenlösung sein, wenn wir die Sammelmasse weiterhin steigern wollen.“

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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