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V.l.n.r.: Obfrau-Stv. Bernhard Feigl, Renate Scheichelbauer-Schuster, Obfrau-Stv. Josef Mikl und Sparten-Geschäftsführer Reinhard Kainz.

Einstimmiges Ergebnis: Renate Scheichelbauer-Schuster wiedergewählt

26.06.2020

Gestern fand die konstituierende Konferenz der Bundessparte Gewerbe und Handwerk (WKO) statt. Renate Scheichelbauer-Schuster wurde dabei einstimmig als Obfrau wiedergewählt.

Scheichelbauer-Schuster wird im Team mit ihren Stellvertretern Josef Mikl und Bernhard Feigl sowie Sparten-Geschäftsführer Reinhard Kainz damit weitere fünf Jahre für die Anliegen des Gewerbes und Handwerks in Österreich zuständig sein.

Die größte aktuelle Herausforderung liegt auf der Hand: Viele Betriebe seien durch die Coronakrise in voller Fahrt jäh gestoppt worden. Für manche davon sei der Lockdown noch immer nicht beendet. So kämpfe die Sparte etwa an der Seite der Veranstaltungstechniker oder der Musik- und Filmschaffenden.

Für andere der fast 300.000 Gewerbe- und Handwerksbetriebe geht es jetzt darum, die drohende Auftragsdelle im Herbst abzufedern. Eine Neuauflage des Handwerkerbonus, der sich in der Vergangenheit bewährt hat, wäre dabei sehr hilfreich.

Die Coronakrise birgt allerdings auch Chancen: Sie hat ins Bewusstsein gehoben, wie wichtig neben den Exporten auch kleinräumige Wirtschaftsabläufe sind: „Nachhaltigkeit, Regionalität und der Stellenwert der Ausbildung sind tief in der DNA des Gewerbes und Handwerks verankert“, sagt Scheichelbauer-Schuster.

Herzensanliegen Bildung

Ein besonderes „Herzensanliegen“ ist und bleibt die Aus- und Weiterbildung. In der vergangenen Periode sei einiges gelungen: „Wir konnten unser Motto ‚Qualität durch Qualifikation‘ in den Köpfen verankern.“ Die Gütesiegel „Meisterbetrieb“ und „staatlich geprüfter Betrieb“ sowie die Plattform „gutgemacht.at“ sind ein Ausdruck davon.

Die Obfrau erinnerte zudem daran, dass die mehr als 100 Meister- und Befähigungsprüfungen bis 2022 von Grund auf neu, zukunftsfit und kompetenzorientiert, gestaltet werden („fit4NQR“). Das ist eine Folge der formalen Zuordnung des Meistertitels auf Level 6 im Nationalen Qualifikationsrahmen (NQR) und Gleichstellung mit dem Bachelor in der schulisch-akademischen Ausbildung.

Der künftig in Dokumenten eintragungsfähige Meistertitel („Mst.“/ „Mst.in“), der im Juli vom Parlament beschlossen werden wird, ist eine Aufwertung, die dem Handwerk gut tut. „Wir brauchen in Österreich mehr Meister, um den Wirtschaftsstandort in den Regionen zu stärken“, so Scheichelbauer-Schuster. Deshalb fordert die Bundessparte eine lückenlose und durchgängige Höherqualifizierung auf dem Berufsweg: Ausbildungsordnungen sollen auch auf den NQR-Stufen 5 und 7 vorgesehen werden.

Ein Schwerpunkt liegt für die Obfrau auf der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich. Eine weitere steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit und konsequenter Bürokratie-Abbau sind für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen überlebenswichtig.

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